Lüftung von Klassenräumen wird in Bremen verbindlich geregelt

An den Schulen wird es nach den Herbstferien klare Lüftungsregeln geben: Klassenräume müssen dann alle 20 Minuten für etwa drei bis fünf Minuten quergelüftet werden.

Ein Lehrer öffnet die Fenster eines Klassenraums zum Lüften (Symbolbild)
In Bremer Schulen soll bald nach verbindlichen Vorgaben gelüftet werden. Bild: DPA | ANP/Robin van Lonkhuijsen

Es gibt nun verbindliche Regeln, wie nach den Herbstferien die Klassenräume Bremer Schulen gelüftet werden sollen. Alle 20 Minuten wird dann für wenige Minuten eine Querlüftung der Räume durchgeführt. Darüber hat Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) nun die Schulleitungen in einer Videokonferenz informiert. Sie folgt damit dem Rat einer hochkarätig besetzten Expertenanhörung der Kultusminister-Konferenz (KMK). Danach hat die KMK ihre bisherigen Empfehlungen überarbeitet.

Experten: Lieber oft und kurz als selten und lange lüften

An dem Expertengespräch "Lüften in Schulräumen" waren Experten verschiedener Fachrichtungen sowie Vertreter etwa der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie des Bundeselternrates beteiligt. Die Experten waren nach Angaben der KMK übereinstimmend der Auffassung, "dass Lüften in Schulräumen einen wichtigen Einfluss auf die Verminderung der Viruslast hat und zu einer maßgeblichen Reduzierung des indirekten Infektionsrisikos beiträgt". Und dass das eben bedeutet: Häufiger kurz und kräftig lüften, als nur in den Pausen.

Skeptisch waren sie hingegen zum Einsatz von Luftreinigungsgeräten. Allenfalls in Räumen, deren Fenster nicht ausreichend geöffnet werden können, um den Effekt des "Stoßlüftens" zu erreichen, könnten die Geräte ergänzend hilfreich sein.

Bremen ist nicht das erste Land, dass sein Lüftungskonzept dem neuen KMK-Leitfaden anpasst. Hamburg etwa hat das schon vor zwei Tagen angekündigt.

Autor

  • Karl-Henry Lahmann

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 2. Oktober 2020, 23:30 Uhr