Schapira-Brüder und Baubehörde wollen Einigung für Sparkassen-Areal

  • Schapira-Brüder bekunden Willen zur weiteren Zusammenarbeit
  • Planungen stehen seit Monaten still
  • Ursprünglichen Entwurf für das Areal hatte Koalition abgelehnt
Bildmontage: die beiden Schapira-Brüder neben dem historischen Gebäude der Sparkasse Bremen am Brill.
Bild: Radio Bremen

In die Frage der Bebauung des Sparkassen-Areals am Brill kommt wieder Bewegung: Nach Angaben des Sprechers der Bremer Baubehörde, Jens Tittmann, haben sich die Investorenbrüder Pinchas und Samuel Schapira Anfang Januar an den Senat gewandt und ihr Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit erklärt. Ein Treffen mit Vertretern des Planungsbüros der Schapiras soll im Laufe der kommenden Wochen stattfinden. Laut Tittmann wolle man nun die Vorstellungen des Senats und des Investors zusammenbringen.

Beide Seiten haben ein großes Interesse daran, das Gelände vernünftig zu entwickeln.

Jens Tittmann
Jens Tittmann, Baubehörde
Plan für Libeskind-Bau am Brill
So sahen die Liebeskind-Entwürfe für das Gelände am Brill aus. Bild: StudioLibeskind

Viele Monate lang stockten die Gespräche zwischen der Stadt und dem von den Schapiras beauftragten Planungsbüro Assmann. Die Baubehörde forderte überarbeitete Pläne, da die vor einem Jahr vorgestellten Skizzen des US-Stararchitekten Daniel Liebeskind nicht den Vorstellungen der Stadt entsprachen. Liebeskinds Entwürfe sahen vier bis zu 98 Meter hohe Türme und eine Geschossfläche von mehr als 70.000 Quadratmetern vor. Die rot-grün-rote Koalition hielt den Bau für völlig überdimensioniert und verlangte, dass die Nutzungsfläche 40.000 Quadratmeter nicht überschreitet.

Brief der Bausenatorin blieb unbeantwortet

Die Pläne wurden in der Folge aber nicht angepasst. Mehrere Treffen und Gespräche mit Vertretern des Planungsbüros blieben ohne Ergebnis. Das Unverständnis in der Behörde wuchs, so dass Bausenatorin Maike Schaefer (Grüne) im September einen Brief an die Schapira-Brüder schrieb und um eine Reaktion seitens der Investoren bat.

Eine Antwort der Investoren auf den Brief der Senatorin blieb in den folgenden Monaten aus. Nun aber wollen die Schapiras und die Stadt offenbar eine für beide Seiten akzeptable Lösung finden. Wie diese aussehen könnte, wollte Behördensprecher Tittmann nicht vorwegnehmen. Dafür sei es zu früh.

Autor

  • Immo Maus

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 22. Januar, 22:00 Uhr