Grünes Licht aus Brüssel: Nord LB kann saniert werden

  • EU-Kommission genehmigt Pläne für Milliardenhilfen
  • Nord LB war durch Schiffskredite in Schieflage geraten
  • Mehr als 2.000 Stellen werden abgebaut
Die Flagge der Nord LB weht auf dem Dach der ehemaligen Bremer Landesbank
Die Flagge der Nord LB weht auf dem Dach der ehemaligen Bremer Landesbank (BLB). 2016 hatte Bremen die BLB an die Nord LB verkauft. Bild: Imago | Eckard Stengel

Die Nord LB kann wie geplant saniert werden. Die EU-Kommission hat am Donnerstag den Plan genehmigt, die Landesbank mit Milliardenbeträgen der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zu retten. Sie sind die Träger des Kreditinstituts. Die Bank war durch Schiffskredite in Schieflage geraten.

Nord LB bekommt 1,5 Milliarden Euro

Das sei ein großer Meilenstein auf dem Weg zum Erhalt der Nord LB, sagte Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU). Die EU-Kommission sieht in dem Plan für die angeschlagene Bank keine unerlaubten Beihilfen. Damit kann die Nord LB jetzt also so unterstützt und umgebaut werden, wie vom Land und den anderen Trägern geplant. Auch Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) reagierte erfreut. Er betonte aber, jetzt liege noch viel Arbeit vor der Bank.

Die Nord LB erhält vom Land eine Kapitalspritze von 1,5 Milliarden Euro. Außerdem übernimmt Niedersachsen weitere Garantien. Die Landesbank soll in den nächsten Jahren deutlich kleiner und regionaler werden. Deutlich mehr als 2.000 der bislang mehr als 5.000 Arbeitsplätze werden abgebaut. In Bremen beschäftigt die Nord LB derzeit etwa 550 Menschen.


Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 6. Dezember 2019, 7 Uhr