Deutsche Bahn soll sich besser um Baumschnitt kümmern

  • Netz AG soll Bäume deutlich weiter zurückschneiden
  • Wirtschaftliche Einbußen durch blockierte Strecken groß
  • Frustrierte Pendler im Großraum Bremen
Arbeiter der Deutschen Bahn beseitigen mit einem Bagger umgestürzte Bäume von Bahngleisen
In den zurückliegenden Jahren ein vertrautes Bild nach jedem Sturm: Bäume müssen von Bahnstrecken geräumt werden. Bild: DPA | Marcel Kusch

Der Bremer Senat will, dass die Deutsche Bahn Bäume entlang der Gleise besser zurückschneidet, damit diese bei Sturm nicht auf die Oberleitungen fallen und den Zugverkehr behindern. Die FDP in der Bremischen Bürgerschaft hatte die Landesregierung gefragt, was sie tun will, damit die Schienen zwischen Bremen und Bremerhaven nicht so häufig blockiert sind wie es in der jüngsten Vergangenheit der Fall war.

"Ziel müsse es sein, die Eisenbahn wieder in die Lage zu versetzen, auch bei widrigen Witterungsverhältnissen zuverlässig zu verkehren", so die Antwort des Senats. Bei der DB Netz AG – die für die Instandhaltung der Strecken und Gleise verantwortlich ist – und der Landesregierung in Niedersachsen will Bremen nun darauf drängen, dass Gehölze sowie kranke und tote Bäume an Schienen entfernt werden. Man müsse auch überprüfen, ob Strecken soweit freigeschnitten werden können, "dass umstürzende Bäume den Gleisbereich nicht mehr erreichen", heißt es weiter.

Häfen für Güterzüge nicht erreichbar

In den vergangenen Wochen hatten die Stürme "Xaver" und "Herwart" schwere Schäden an der Strecke zwischen Bremen und Bremerhaven verursacht. Auch ein sogenannter Salznebel von der Nordsee hatte zu tagelangen Zugausfällen geführt. Viele Pendler waren frustriert. Güterzüge stauten sich in Bremerhaven, die den Hafen nicht verlassen konnten. Deswegen waren auch Güter über andere Häfen abgefertigt worden. Wie viel Ladung umgeleitet wurde, konnte der Senat nicht sagen. Auch nicht, wie groß der finanzielle Schaden ist, der durch die Blockade der Schienenstrecke entstanden ist.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 12. Januar 2018, 23:20 Uhr