Aus für Rotec: 420 Menschen verlieren ihren Job

  • Kein Investor für Rotorblatthersteller Carbon Rotec
  • 420 Mitarbeiter verlieren zum Jahresende ihre Arbeit
  • Vorwürfe gegen Niedersachsens Wirtschaftsminister Althusmann
Rotorblätter für Windkraftanlagen in einer Halle in Lemwerder.
420 Mitarbeiter verlieren zum Jahresende ihre Arbeit.

Der insolvente Rotorblatthersteller Carbon Rotec aus dem Landkreis Wesermarsch hat bislang keinen Investor gefunden. Das teilte der Insolvenzverwalter mit. Das bedeutet: 420 Mitarbeiter verlieren zum Jahresende ihren Job. Die Gewerkschaft IG Metall spricht von einer Katastrophe für die Region.

Gewerkschaftssekretär Ralph Schäfer kritisierte, dass es keine Transfergesellschaft für die Mitarbeiter gibt. Sie gingen sofort in die Arbeitslosigkeit, sagte Schäfer. Allerdings habe sich bereits abgezeichnet, dass es schwierig werden würde, den Betrieb zu retten. Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, sagte, von Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hätte die Beschäftigten außer leeren Worten nichts gehört.

Auf einer Kundgebung Anfang Dezemer in Lemwerder habe der Minister noch angekündig, die Gründung einer Transfergesllschaft zu unterstützen. Jetzt melde er sich nicht mehr. Dem Insolvenzverwalter gehe es nicht um die Betroffenen, sondern nur darum, die Anlagen im Interesse der Gläubiger zu verwerten, sagte der Gewerkschafter weiter. Lemwerders Bürgemeisterin Regina Neuke bedauerte das Aus für Carbon Rotec ebenfalls. Jetzt müsse es darum gehen, möglichst schnell neue Firmen auf dem Gelände anzusiedeln.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 21. Dezember 2017, 16 Uhr