Eine Million Euro: Bremen unterstützt "Lütte Sail" trotz Absage-Risiko

  • Senat stellt Geld für die Planung des Windjammer-Treffens in Bremerhaven bereit
  • Absage könnte bis zu 600.000 Euro teuer werden
  • Planungen laufen trotz großem Risiko weiter
In einem Hafenbecken liegen mehrere Segelschiffe, an Land tummeln sich Menschenmassen.
Ein buntes, maritimes Treiben wie bei der "Sail 2015" war diesen Sommer nicht möglich. Die "Lütte Sail 2021" soll ein kleines Ersatz sein, ob sie stattfinden kann ist ungewiss. Bild: DPA | Ingo Wagner

Bremen unterstützt die Planung für die "Lütte Sail 2021" in Bremerhaven. Das entschied der Senat am Dienstag. Er stellt für die Veranstaltung im kommenden Jahr rund eine Million Euro bereit – auch mit dem Risiko, dass sie abgesagt werden muss. Denn noch ist unklar, ob das Windjammer-Treffen als Ersatz für die abgesagte "Sail 2020" im nächsten Jahr als kleinere Version stattfinden kann. "Auch wenn dem Senat bewusst ist, dass diese wichtige maritime Veranstaltung unter dem Vorbehalt der Entwicklung der Corona-Pandemie steht, hat er mutig der Finanzierung der 'Lütten Sail' zugestimmt", so Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD). "Dafür bin ich dem Senat sehr dankbar." Das alle fünf Jahre in Bremerhaven stattfindende Großereignis "Sail" war für Mitte August geplant, musste jedoch aufgrund von Corona ausfallen. Es wurden 1,2 Millionen Besucher erwartet.

Stadt glaubt bei "Lütter Sail" nicht an übliche Hygieneregeln

Bei der "Lütten Sail" kann nicht davon ausgegangen werden, dass die bei solchen Veranstaltungen üblichen Einschätzungen zu den Hygieneregeln gelten werden, teilte die Stadt Bremerhaven mit. So sei das Konsumverhalten der Besucher, ihre Anzahl und Aufenthaltsdauer nicht vorhersehbar. Die Stadt will die Planungen für den Zeitraum 11. bis 15. August 2021 trotz eines möglichen Ausfalls weiterführen. Sollte eine Absage bis Ende des Jahres nötig werden, kalkuliert Bremerhaven mit einem Kostenrisiko von 250.000 Euro. Die Summe könnte bei einer Absage Ende Juli 2021 den Schätzungen zufolge bis auf 600.000 Euro ansteigen. Der Zeitpunkt einer möglichen Entscheidung hängt von der Pandemie-Situation ab.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 22. September, 18 Uhr