Bremische Bürgerschaft will Rechte von Pauschal-Urlaubern stärken

  • Versicherungen für Pauschalreisen sollen nicht mehr gedeckelt werden
  • Dafür will sich Bremen im Bundesrat einsetzten
  • Hintergrund ist die Pleite des Reiseveranstalters Thomas Cook
Urlauber liegen am Strand von Mallorca.
Wenn es nach der Bremer Initiative geht, sollen Pauschalreisen künftig in voller Höhe versichert sein. (Symbolbild) Bild: Imago | photonews.at

Der Bremer Senat soll sich im Bundesrat dafür stark machen, die Rechte von Urlaubern bei Pauschalreisen zu stärken. Das hat die Bremische Bürgerschaft am Nachmittag mit den Stimmen nahezu aller Abgeordneten beschlossen.

Bremen wird sich damit der Bundesratsinitiative Hamburgs anschließen. Demnach soll die Versicherungssumme für Pauschalreisen künftig nicht mehr gedeckelt werden, derzeit liegt sie bei maximal 110 Millionen Euro. Doch die Pleite der deutschen Thomas Cook hat gezeigt: das ist zu wenig, um alle betroffenen Urlauber vollständig zu entschädigen.

Die Bundesregierung plant daher, in diesem Fall mit Millionensummen einzuspringen. Die Bremische Bürgerschaft hat den Senat außerdem aufgefordert, sich für einen Insolvenzschutz bei direkt gebuchten Flügen aus und nach Deutschland einsetzen. Bremens Verbraucherschutzsenatorin Claudia Bernhard (Linke) unterstützt die Initiative der Bremischen Bürgerschaft als "absolut notwendig".

Welche Konsequenzen hat die Insolvenz von Thomas Cook?

Video vom 23. September 2019
Zwei Flugzeuge von Thomas Cook auf einem Flughafen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 26. Februar 2020, 11 Uhr