Bremer Mieterbund rechnet wegen Mietspiegel mit Mieterhöhungen

Ein Mietvertrag liegt samt Schlüsseln auf dem Tisch.
Bild: Imago | MiS
Bild: Imago | MiS
  • Mieterbund rechnet mit Mieterhöhungen
  • Mietspiegel bringe aber auch mehr Rechtssicherheit
  • Vermieter-Verband fordert, dass Angaben freiwillig bleiben

Bremer Bau- und Mietexperten haben gemischt auf den beschlossenen Mietspiegel reagiert. Dieser war vom Bundestag verabschiedet worden. Demnach müssen Städte und Gemeinden mit mehr als 50.000 Einwohnern künftig einen Mietspiegel erstellen.

Der Deutsche Mieterbund Niedersachsen/Bremen befürchtet, dass es zu Mieterhöhungen kommen könnte, wenn der Mietspiegel in der Hansestadt umgesetzt wird. Denn anders als in Hamburg oder anderen Großstädten habe es in Bremen bisher keine großen Preisanstiege gegeben.

60 Prozent der Bremer Vermieter sind Kleineigentümer

Dies liege an der besonderen Vermieterstruktur, so die Vorsitzende Kornelia Ahlring. Knapp 60 Prozent der Mietwohnungen gehörten privaten Kleineigentümern. Aber der Mietspiegel würde auch Vorteile und Rechtssicherheit für Mieter und Vermieter mit sich bringen.

Allerdings warnt das Bremer Sozialressort, dass die Angaben der Vermieter zu Miete und Wohnfläche wahrheitsgemäß sein müssen. Ansonsten würde der Mietspiegel die Lage auf dem Bremer Wohnungsmarkt verfälschen. Und das hätte auch Auswirkungen auf die Zuzahlungen für Unterkünfte von Hartz-IV-Empfängern. Der Verein Haus und Grund in Bremen fordert zudem, dass alle Angaben freiwillig gemacht werden sollten.

Mietspiegel soll Mieten in Bremen vergleichbar machen

Video vom 23. Juni 2021
Balkone an einem Mietshaus aus den 60er-Jahren in der Bremer Neustadt.
Bild: Radio Bremen | Martin von Minden
Bild: Radio Bremen | Martin von Minden

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 25. Juni 2021, 13 Uhr