Galopprennbahn-Deal stößt auf Kritik

  • Bürgerinitiative, Linke und CDU sehen Vorgehen als zu voreilig
  • FDP will Verkaufssumme prüfen
  • SPD und Grüne begrüßen den Plan der Stadt

Die Bürgerinitiative Rennbahngelände Bremen will eine Wohnbebauung auf der Galopprennbahn in der Vahr weiter verhindern. Ein Volksbegehren dazu will die Initiative laut einem Sprecher für 2019 erreichen. Dass Bremen nun einen Teil des Geländes – den Golf-Platz – vorzeitig aus dem Pachtvertrag herausgekauft hat, bezeichnet die Initiative als voreilig. Der ursprüngliche Vertrag lief bis 2034.

1.000 Wohnungen sollen in der Vahr entstehen

Claudia Bernhard (Linke) sieht dieses Vorgehen ebenfalls skeptisch. Sie halte den Neubau zwar grundsätzlich für gut, findet aber, dass Bremen das Vorhaben selbst in die Hand nehmen müsse, um Einfluss zu behalten.

Die CDU hingegen ist grundsätzlich dagegen, die Fläche zu bebauen. Wanderwege, eine Finnbahn und eine Sportanlage – so stellt sich der Kreisvorsitzende der CDU Bremen-Stadt, Jens Eckhoff, die Zukunft der Galopprennbahn vor. Gebaut werden könne auch woanders.

Derzeit plant die Stadt, die 30 Hektar der Galopprennbahn gestückelt an private Investoren zu verkaufen. Diese können dort dann Grundstücke bebauen – insgesamt 1.000 Wohnungen und Häuser sollen so ab 2020 entstehen.

Zurzeit will die FDP-Fraktion prüfen, ob es sich für Bremen lohnt, rund vier Millionen Euro an die Golf-Range GmbH zu zahlen, damit Bremen früher an das Gelände kommt. Von dem Vorgehen der Stadt schon jetzt überzeugt, zeigen sich hingegen SPD und Grüne. Es sei ein vernünftiges Ergebnis, heißt es von den Koalitionsparteien.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 8. Oktober 2017, 15 Uhr