Opposition fordert Klärung über Millionenbedarf am Flughafen

  • Großer Sanierungsbedarf: Aufsichtsrat genehmigt zunächst 16,4 Millionen Euro
  • Mittelfristig werden bis zu 70 Millionen Euro benötigt
  • Opposition ist irritiert von den Mehrkosten fürs laufende Jahr
Lufthansa-Flugzeug am Bremer Flughafen wird zur Startbahn geschoben.
Während die regierende SPD den Flughafen als subventionsfrei lobt, bezweifelt die Opposition, dass die Sanierung ohne Gelder aus Bremen funktionieren wird.

Die Opposition in Bremen fordert Aufklärung über den Millionenbedarf am städtischen Flughafen. Laut Aufsichtsrat werden mittelfristig bis zu 70 Millionen Euro für Sanierung und Modernisierung benötigt.

Die regierende SPD wertet die geplanten Investitionen als gutes Zeichen. Der Bremer Airport sei als einer der wenigen in Deutschland subventionsfrei, lobt der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD, Dieter Reinken. Gegenüber Radio Bremen sagte er: "Der wird, davon gehe ich aus, seine Investitionen aus den Betriebsergebnissen und aus Krediten finanzieren können, wie das jedes gesunde Unternehmen auch tut."

Aufsichtsratschef soll in Deputation sprechen

Das aber bezweifeln die Linken. Einen Kredit von 70 Millionen Euro könne sich der Bremer Flughafen nicht leisten, so deren hafenpolitischer Sprecher Klaus-Rainer Rupp. Man müsse darüber nachdenken, inwieweit der Flughafen öffentliche Unterstützung brauche. Die Bremer CDU irritiert vor allem die Mehrkosten von 16,4 Millionen Euro für das laufende Jahr.

Die Begründungen, die bisher bekannt sind, sind nicht schlüssig und plausibel. Und deswegen muss das Ressort hier eine klare Aufklärung vollziehen.

Jörg Kastendiek steht vor der Bürgerschaft und gibt ein Interview
Jörg Kastendiek, CDU-Parteichef

Schon kommende Woche soll nun der Aufsichtsratschef der Flughafen Bremen GmbH, Staatsrat Ekkehart Siering, in der Häfendeputation Rede und Antwort stehen.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 14. April 2018, 8 Uhr