Kostet die Zigarette im Auto bald bis zu 3.000 Euro?

  • Rauchen im Auto soll verboten werden, wenn Kinder oder Schwangere im Wagen sind
  • Das hat der Bundesrat in einem Gesetzentwurf festgehalten
  • Jetzt muss der Bundestag entscheiden
Ein Raucher zieht an einer Zigarette
Das Rauchen im Auto ist insbesondere für Kinder schädlich.

Im September hatte Bremen gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein den Vorschlag in den Bundesrat eingebracht. Jetzt wurde dort ein entsprechender Gesetzentwurf beschlossen. Demnach soll für das Rauchen im Auto in Zukunft ein Bußgeld zwischen 500 und 3.000 Euro fällig werden, wenn auch Kinder oder Schwangere anwesend sind.

Laut der Begründung des Gesetzentwurfs sterben weltweit jährlich 166.000 Kinder an den Folgen des Passivrauchens. Schätzungen des Deutschen Krebsforschungszentrums zufolge sei derzeit rund eine Million Minderjähriger in Deutschland Tabakrauch im Auto ausgesetzt.

Bundestag muss entscheiden

Laut dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium gibt es vergleichbare Rauchverbote bereits in Österreich, Italien, Frankreich, England und Griechenland. Darüber, ob auch Deutschland in Zukunft zu diesen Ländern gehören wird, muss jetzt der Bundestag entscheiden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 11. Oktober 2019, 15 Uhr