Lehrer fordern Neueinstellungen und bessere Bezahlung

  • Beschäftigte fordern Neueinstellungen in allen Bereichen
  • Bessere Bezahlung soll Interessenten anlocken
  • Eingeschränkter Unterricht wegen Personalversammlung

Bremens Lehrer auf der Palme

Lehrer protestieren

Auf einer Personalversammlung haben etwa 2.000 Beschäftige der Bremer Schulen gefordert, mehr Lehrer und pädagogische Mitarbeiter einzustellen. Die vom Bremer Senat bisher zugesagten Mittel im kommenden Haushalt würden nicht ausreichen, so der Tenor auf der Versammlung. Die Beschäftigten forderten den Senat auf, im kommenden Jahr mit einem Nachtragshaushalt nachzusteuern.

Es reiche hinten und vorne nicht, berichteten auf der Personalversammlung zahlreiche Lehrer. Die Zahl der Ausbildungsplätze für Referendare müsste weiter erhöht werden, um die immer noch große Lücke zu schließen. Und um Bremen als Arbeitsort attraktiver zu machen, sollten endlich alle Lehrer gleich bezahlt werden, so Personalratsvorsitzender Michal Myrcik. Die jetzt vom Senat versprochene Zulage von knapp 90 Euro für die bisher weniger verdienenden Grund- und Mittelschulschullehrer reiche da nicht aus. So ein Aufschlag sei vielleicht ganz nett und ein Schritt in die richtige Richtung. Aber viel einfacher wäre es, wenn man tatsächlich die Kollegen für gleiche Arbeit auch gleich entlohnen würde, so Myrcik.

Große Kritik gab es auch von den pädagogischen Mitarbeitern – Sozialarbeitern und Erzieherinnen. Sie unterstützen die Lehrer an den Schulen und klagen, dass auch sie zu wenige sind. Dazu kommt, dass sie immer wieder für erkrankte Lehrer einspringen müssen.

In der Stadt Bremen war wegen der Personalversammlung seit 10 Uhr an den Schulen nur noch eingeschränkt unterrichtet worden.

Mehr zum Thema

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 28.11.2017, 15 Uhr.