Streit um OTB: Auch Umweltschützer gehen in Berufung

  • Der Umweltverband sieht seine Interessen nicht genügend berücksichtigt
  • Außerdem zeige die Senvion-Pleite, dass der OTB keinen Sinn mehr mache
  • Auch das Land hatte schon Berufung angekündigt
Skizze Schwerlastkaje
So soll der OTB in Bremerhaven einmal aussehen – wenn er denn kommt.

Im Streit um den Offshore-Terminal in Bremerhaven will auch der BUND das Urteil des Bremer Verwaltungsgerichts nicht akzeptieren. Die Richter hatten den Bau vorerst gestoppt, dem Land aber Möglichkeiten zur Nachbesserung eingeräumt. Nachdem am Montag schon das Land Bremen und die Hafengesellschaft Bremenports Berufung gegen das Urteil eingelegt hatten, will nun auch der Umweltverband BUND in die nächste Instanz gehen.

Das Urteil gebe seinem Verband in den wesentlichen Punkten zwar Recht, sagte Martin Rode vom BUND zu buten un binnen, in einigen Punkten aber eben auch nicht, und das wolle man so nicht hinnehmen. Rode sagte, der Senat solle "endlich einsehen, dass das Projekt OTB keinen Sinn mehr macht". Gerade durch die Insolvenz der Firma Senvion, die Offshore-Windkraftkomponenten herstellt, werde der Bedarf des Hafens noch einmal mehr in Frage gestellt.

Der BUND hatte seit 2016 gegen den Bau des Terminals geklagt. Der Fall geht nun zur nächsten Instanz an das Oberverwaltungsgericht.

Dieses Thema im Programm: Bemen Eins, 16. April 2019, 14 Uhr