Nach Aus bei Galileo: Keine Jobs bei OHB in Bremen in Gefahr

  • OHB hatte Zuschlag für weitere Satelliten nicht erhalten
  • Auftragsbücher des Bremer Unternehmens sind gut gefüllt
  • Beschäftigte sollen nun an anderen Projekten arbeiten
Das Gebäude der Firme OHB.
Beim Bremer Raumfahrtunternehmen OHB sind nach dem Aus beim Galileo-Projekt keine Jobs in Gefahr. Bild: Radio Bremen

Beim Bremer Raumfahrtunternehmen OHB sind trotz des fehlenden Auftrags für weitere Galileo-Satelliten keine Arbeitsplätze in Gefahr. Das sagte ein Unternehmenssprecher zu buten un binnen. OHB hatte sich erfolglos um den Bau der zweiten Satelliten Generation für das europäische Navigationssystem Galileo beworben.

Die Nachricht kam überraschend für das Bremer Raumfahrtunternehmen. "Die Enttäuschung war sehr groß", sagte ein Sprecher. Bei OHB hatte man sich Hoffnungen auf einen Folgeauftrag zum Bau der Galileo-Satelliten gemacht. Es sei ein Rückschlag und schmerze auch finanziell, so der OHB-Sprecher, aber die wirtschaftliche Existenz hänge nicht davon ab. Die Auftragsbücher seien gut gefüllt. Die Galileo-Ingenieure sollen nun andere Aufgaben bekommen.

Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) bedauert die Entscheidung der EU-Kommission. Raumfahrt sei ein extrem wettbewerbsintensiver Markt. Bremen werde an einer neuen Strategie arbeiten, kündigte sie an. Vorgestern war bekannt geworden, dass der Auftrag für den Bau von zwölf Satelliten mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde Euro an den Airbus-Konzern und ein italienisch-französischen Konsortium gegangen ist.

Rückblick: Wie hart trifft die Corona-Krise die Raumfahrtindustrie?

Video vom 14. Januar 2021
Ein Bild des Airbus- Gebäudes in Bremen.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 21. Januar 2021, 7 Uhr