"Zukunftskonzept 2025": Geno soll sich spezialisieren

  • Doppelstrukturen sollen laut "Weser-Kurier" abgebaut werden
  • Ziel: medizinische Schwerpunkte an einzelnen Standorten konzentrieren
  • Klinikum Nord bleibt wohl Regionalversorger
Das Klinikum-Mitte in Bremen
Am Klinikum Mitte soll die Geburtshilfe südlich der Lesum gebündelt werden. Bild: DPA | Ingo Wagner

Der Bremer Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) soll offenbar grundlegend umgebaut werden. Das empfiehlt nach Informationen des "Weser-Kuriers" ein Konzept des Klinik-Vorstands und eines Münchener Beratungsunternehmens. Es setze vor allem darauf, Doppelstrukturen an den Klinik-Standorten abzubauen. Das Klinikum Mitte solle zum Beispiel einziger Standort für Geburtshilfe südlich der Lesum werden. Das Klinikum Links der Weser soll sich auf Herzchirurgie spezialisieren. Im Klinikum Nord soll aufgrund seiner Lage weiterhin ein großes Angebot erhalten bleiben, um die Menschen in Bremen-Nord zu versorgen. Was der Umbau genau kosten würde, ist offenbar noch nicht berechnet.

Gesundheit Nord macht noch mehr Miese

Das Bremer Krankenhaus Mitte aus der Vogelperspektive.

Der Geno hatte im vergangenen Jahr die eigenen Sparziele verfehlt. Statt der geplanten knapp sieben Millionen Euro konnte die Geno für das Jahr 2017 gerade einmal drei Millionen einsparen, unter anderem durch Personalabbau in der Verwaltung und verschobene Reparaturen. Geno-Geschäftsführerin Jutta Dernedde erklärte dies mit einem mangelhaften Controlling. Das sei inzwischen verbessert worden. Darüber hinaus hätten ihren Angaben nach alle kommunalen Kliniken in Deutschland momentan mit dem gleichen Problem zu kämpfen. Seit etwa Mitte vergangenen Jahres würden weniger Patienten die kommunalen Krankenhäuser aufsuchen als ursprünglich erwartet. Dadurch würden den Kliniken bereits fest eingeplante Einnahmen entgehen, sagte Dernedde. Der Grund dieser Entwicklung sei noch unklar.

Die kommunalen Bremer Krankenhäuser kämpfen seit Jahren mit finanziellen Problemen. Erst kürzlich hatte die rot-grüne Landesregierung den Klinikverbund mit zusätzlichen 185 Millionen Euro unterstützt.

Mehr zum Thema

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 9. Mai. 2018, 6 Uhr