Neue Corona-Verordnung: Bremer Clubs dürfen öffnen

Neue Corona-Verordnung: Bremer Clubs dürfen öffnen

Audio vom 2. August 2021
The Hooters in der Music Hall Worpswede
Bild: Music Hall Worpswede e. V.
Bild: Music Hall Worpswede e. V.

Die 28. Corona-Verordnung wird jetzt rechtskräftig – und diese Folgen hat sie für die Menschen im Land Bremen.

Ende Juli hatte sich der Bremer Senat auf einige Änderungen der Corona-Regeln geeinigt, am heutigen Montag treten sie planmäßig in Kraft. Die neue Corona-Verordnung ist bereits vergangene Woche von der Bremischen Bürgerschaft beschlossen worden.

Für die Bürger und Bürgerinnen im Land Bremen bedeutet dies: Lockerungen in mehreren Bereichen. Hier sind die wichtigsten Änderungen.

1 Veranstaltungen

Bis zu 25.000 Gäste sind auf Veranstaltungen erlaubt, solange der Mindestabstand gewährt ist. Ein Schutz- und Hygienekonzept ist erforderlich, die Teilnehmer müssen ihre Kontaktdaten hinterlegen. Veranstaltungen mit mehr als 5.000 Besuchern bedürfen einer Genehmigung, die Teilnehmer müssen einen negativen Corona-Test vorweisen (außer bei Messen und Kongressen solange die Inzidenz unter 50 liegt). Wer vollständig geimpft oder genesen ist, braucht keinen negativen Test. Veranstaltungen im Innenbereich mit zwischen 500 und 5.000 Gästen und im Außenbereich mit zwischen 1.000 und 5.000 Besuchern müssen rechtzeitig angemeldet werden.

Bei Veranstaltungen mit bis zu 250 Teilnehmern im Außenbereich und 150 im Innenraum muss der Abstand nicht mehr eingehalten werden, wenn die Gäste registriert und getestet, geimpft oder genesen sind. Bei Veranstaltungen mit Sitzplatzpflicht reduziert sich der Mindestabstand auf einen Meter, im Innenbereich nur bei Lüftungsanlagen mit Frischluftzufuhr.

So lief die Breminale Dezentrale

Video vom 25. Juli 2021
Feierndes Publikum vor der mit bunten Lichtern beleuchteten Bühne des Breminale Konzertes.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

2 Private Treffen

Bei privaten Treffen sind weiterhin maximal zwei Haushalte oder zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten erlaubt. Minderjährige bis 14 Jahre sowie Begleitpersonen von Pflegebedürftigen oder Behinderten werden nicht mitgezählt.

Außerdem: Eine bundesweite Verordnung sieht seit Mai vor, dass vollständig Geimpfte und Genesene von den Kontaktbeschränkungen ausgenommen sind.

3 Diskotheken

Diskotheken dürfen öffnen. Voraussetzung ist ein Hygienekonzept, die Einhaltung der Abstandsregel und eine Namensliste mit Telefonnummer oder E-Mail-Adresse der Gäste. Wie das Gesundheitsressort mitteilt, ist keine pauschale Maskenpflicht vorgesehen. Jedem Betreiber steht jedoch frei, das Tragen eines Mundnasenschutzes von seinen Gästen zu verlangen. Gleiches gilt für den Nachweis eines negativen Corona-Tests. Für Veranstaltungen gelten zudem die Vorschriften, die unter Punkt 1 aufgelistet sind.

4 Mundnasenschutz

Ein Mundnasenschutz muss in Geschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln, an Haltestellen, Bahnhöfen und Flughäfen sowie in Gerichten und Gefängnissen getragen werden. In anderen öffentlichen Gebäuden ist er nur notwendig, wenn kein geeignetes Hygienekonzept vorliegt.

5 Sport

Beim Sport jeglicher Art muss der Abstand nicht mehr eingehalten werden. Das gilt für alle Bürger und Bürgerinnen, unabhängig vom Test- oder Impfstatus. Die Regel beschränkt sich auf die Ausübung von Sport, wie das Sportressort bestätigt. Sobald man den Trainingsort verlässt – beispielsweise in Umkleidekabinen oder Duschräumen – gilt weiterhin das Abstandsgebot.

6 Ausbildungsstätten und Universitäten

So wie bereits an Kitas und Schulen gilt auch in Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung, solange das Kohortenprinzip eingehalten wird, nicht mehr das Abstandsgebot. Kohorten sind im Wesentlichen Lerngruppen, die aus einer begrenzten Anzahl von Menschen bestehen. Sie sollten getrennt voneinander bleiben.

Auch bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen an den Bremer Hochschulen gibt es keine Abstandsregel mehr. Die Teilnehmer müssen jedoch einen negativen Coronatest vorweisen, vollständig geimpft oder genesen sein. Das Gleiche gilt für den Zutritt zu allen Hochschulgebäuden. Die Maskenpflicht soll erhalten bleiben, wie das Wissenschaftsressort bestätigt.

Die Rektorinnen und Rektoren, aber auch viele Studierende haben sich dringend wieder ein lebendiges Campusleben gewünscht. Mit unserem umfassenden Präsenzangebot, da bin ich ganz optimistisch, können wir wieder ein Stück Normalität für die Bremer Studierenden herstellen.

Senatorin Claudia Schilling
Claudia Schilling, Bremer Wissenschaftssenatorin

7 Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Die Krankenhäuser dürfen Begleitpersonen, die nicht getestet, geimpft oder genesen sind, den Zutritt verweigern. Besucher in Pflegeeinrichtungen müssen einen negativen Corona-Test zeigen, der nicht älter als 24 Stunden ist. Vollständig Geimpfte oder Genesene brauchen keinen negativen Test.

8 Corona-Tests am Arbeitsplatz

Beschäftigte, die weder geimpft noch genesen sind und im Betrieb arbeiten, sind dazu verpflichtet, sich zu testen oder testen zu lassen, wenn der Arbeitgeber ihnen Corona-Tests zur Verfügung stellt. Kontrollen sind weiterhin nicht vorgesehen.

Rückblick: Homeoffice-Pflicht endet: Was ändert sich jetzt?

Video vom 30. Juni 2021
Eine Frau sitzt an einem Gartentisch vor ihrem Laptop um im Homeoffice zu arbeiten.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Autorin

  • Serena Bilanceri

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 2. August 2021, 6 Uhr