So reagiert das Netz auf Bremens Schulpläne während des Lockdowns

Bildungssenatorin Bogedan empfiehlt, Kinder in die Schule zu schicken. Sie übernehme die Verantwortung – dafür wird sie in den sozialen Medien scharf kritisiert.

Video vom 6. Januar 2021
Bremens Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) sitzt auf einem Podium und schaut in die Kamera.
Bild: DPA | Kay Nietfeld/Bildmontage: Radio Bremen
Bild: DPA | Kay Nietfeld/Bildmontage: Radio Bremen

Bremens Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) hat im Gespräch mit buten un binnen versichert, sie übernehme die Verantwortung dafür, dass Eltern ihre Kinder wieder in die Schule schicken können. Sie sei fest davon überzeugt, dass alles getan werde, um Schulen, soweit es geht, zu sicheren Orten zu machen.

In den sozialen Medien reagiert ein großer Teil der buten-un-binnen-Nutzer mit Entsetzen auf diese Aussage.

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Mal davon abgesehen, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie man beim "Schiefgehen" Verantwortung übernehmen kann… ihre Aussage hat mich tief bestürzt. Sie hat gar keine Befugnisse die Verantwortung dafür zu übernehmen. Wie soll das aussehen, wenn Menschen, sei es Kinder/Jugendliche oder Erwachsene unter Spätfolgen leiden? Werden die auf ihre Kosten entschädigt? Wie sieht es mit den Kosten für die Behandlung aus? Die Besoldung einer Senatorin reicht nicht mal für ein durchschnittliches Intensivbett mit Beamtung aus. Also weder finanziell (was nach moralischen Grundsätzen sowieso nicht aufzuwiegen ist) noch moralisch kann eine/diese Person für so eine Entscheidung die Verantwortung übernehmen. Niemand sollte in so eine Richtung argumentieren. Abgesehen davon ist es schäbig, wortbrüchig zu sein. Zumal die Situation äußerst fragil ist. Die "wahren" Zahlen erhalten wir erst um den 18. Januar. Ich hoffe, dass die Senatorin für Kinder und Bildung ihre populistischen Sätze nicht bitter bereuen muss…

Sebastian Kasprowicz - 6. Januar 2021, 23:44 Uhr.

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Scharfe Kritik an der Bildungssenatorin

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Ich wünsche ihr, dass es gut geht. Ich erwarte aber auch, wenn es nicht gut geht, dass sie dann die Verantwortung übernimmt und ihren Posten räumt! Mal abgesehen davon, dass ich diesen Alleingang Bremens für ein fatales Zeichen halte... Von wegen Flickenteppich und so.

Birgit El Eh Ipsilon - 6. Januar 2021, 19:46 Uhr.

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Sie möchte die Verantwortung übernehmen, dass die Schulen sicher sind? Man kann noch das beste Hygienekonzept vorlegen, welches nie 1:1 umsetzbar ist. Beim besten Willen ich kann mir das einfach nicht vorstellen, vor allem ist die gute Dame nicht vor Ort und erlebt den Alltag weder in Schulen noch in Kitas noch bei der Kindertagespflege .......

Stefanie Eilers - 6. Januar 2021, 19:35 Uhr.

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Was bin ich froh, keine Kinder im schulfähigem Alter mehr zu haben. Dieses Hin und Her ist doch schrecklich.Ich hätte von unserer Regierung eine klare Haltung erwartet und nicht dieses Theater.

Tiffany Cornelius - 6. Januar 2021, 20:07 Uhr.

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Klar, die können ja Lüften, damit sie kein Coronavirus bekommen, haben immerhin noch 1 Grad plus tagsüber, sollen sich mal nicht so anstellen....Ironie darf sich jeder was von nehmen

Eva Schwarz - 6. Januar 2021, 19:18 Uhr.

Auch Lehrern fällt es in den sozialen Netzwerken schwer, die Haltung und Aussagen der Bildungssenatorin nachzuvollziehen:

Dann kann sie gerne meinen Unterricht übernehmen...ich glaube es geht los hier!! Völliges Unverständnis meinerseits was ihre Aussage betrifft!! Zumal Bovenschulte heute Morgen das komplette Gegenteil gesagt hast. Ist sich Bremen mal wieder richtig einig!“fassungslos“

Fabian Günther - 6. Januar 2021, 22:13 Uhr.

Viele User sind außerdem gespannt, wie die geplanten Konzepte an den Schulen wirklich funktionieren sollen – und bezweifeln eher, dass dies gelingt.

"Es gebe aber schon Konzepte, um gleichzeitig Unterricht in der Schule und zu Hause anzubieten." Mit der Betonung auf "schon". Nach 10 Monaten Pandemie und davon 13 Wochen Schulferien. Und "Konzepte" brauchen die Schüler nicht, sondern das Ergebnis dieser angeblich "schon" vorhandenen Konzepte in Form von konkretem Distanzunterricht und später Hybridunterricht mit Distanz und Präsenz.

Ihno Kühl - 6. Januar 2021, 20:35 Uhr.

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Weil Bremen für sein exzellentes Schulsystem und den Umgang mit großen Herausforderungen bekannt ist, dass glauben wir doch gerne. Wenn denn Seife da ist, damit die Kinder sich wenigstens die Hände waschen können. Keine Abstriche beim Abitur geplant? Das wurde wohl die letzten 20 Jahre nicht so ernste genommen!

Sven Dade - 6. Januar 2021, 23:04 Uhr.

Immer noch haben die Nutzer unbeantwortete Fragen und sind zum Teil verunsichert, wie sie oder ihre Kinder sich verhalten sollen.

Wird denn regelmäßig eine Testung bei den Kids gemacht? Einmal ist keinmal... Es ist schließlich nur eine Moment Aufnahme...

Ra Mona - 6. Januar 2021, 19:09 Uhr.

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Ist der Weg zur Schule auch sicher? Einige Kinder müssen mehr als eine Stunde zu ihrer Schule mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Und das zu Zeiten in denen diese so voll sind, dass kein Abstand möglich ist!

Anja Rose - 6. Januar 2021, 21:50 Uhr.

Aber es gibt auch einige User, die die Haltung Bogedans unterstützen und befürworten.

Man kann über die Frau denken was man möchte, aber sie denkt wenigstens an die Kinder bei diesem ganzen Kasperltheater und damit auch an die Eltern und unter dem Strich wird sie direkt und indirekt deutlich mehr Kinder und Menschen retten und helfen als andersrum. Vielleicht werden sich einige wenige anstecken, aber ich behaupte, sie bewahrt deutlich mehr Menschen vor anderen Schäden

Per-Ole Wendlandt - 6. Januar 2021, 19:25 Uhr.

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Schulen in Bremen bleiben geöffnet

Video vom 6. Januar 2021
Ein Schulhof mit Graffiti an den Wänden.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 6. Januar 2020, 19:30 Uhr