Achim sagt Modellprojekt ab – andere Regionen verschieben Öffnungen

  • Achim stoppt das Modellprojekt
  • Oldenburg, Lüneburg und Hildesheim wollen Bund-Länder-Beratung abwarten
  • Cuxhaven verschiebt Starttermin auf den 15. April
Ein Mann geht durch die Lange Straße in der Oldenburger Innenstadt.
In Oldenburg soll der Beginn des Modellprojektes verschoben werden. Voraussichtlich soll es am 19. April losgehen. Die Stadt Achim hat das Projekt dagegen gestoppt. (Symboldbild) Bild: DPA | Hauke-Christian Dittrich

Noch bevor es losgegangen ist, stoppt die Stadt Achim das Modellprojekt. Das teilte der Bürgermeister Rainer Ditzfeld (parteilos) jetzt mit. Der Grund für den Stopp sei, dass Achim die Anforderungen nicht erfüllen könne. Konkret könne Achim aktuell noch nicht genug testen, um die Lockerungen möglich zu machen.

Ich bedauere diesen Schritt zum jetzigen Zeitpunkt sehr, sehe jedoch keine vernünftige Alternative. Wir sind es allen Betroffenen schuldig, nach sorgfältiger Abwägung [...] frühzeitig die Notbremse zu ziehen und das Projekt abzubrechen.

Achims Bürgermeister Rainer Ditzfeld (parteilos)

Auch in weiteren Städten läuft das Modellprojekt nicht wie ursprünglich geplant an. Mehrere Städte in Niedersachsen verschieben ihre Öffnungen. Die Städte Oldenburg, Lüneburg und Hildesheim kündigten am Donnerstag an, zunächst die Beratungen von Bund und Ländern zu möglichen schärferen Corona-Regeln am kommenden Montag abwarten zu wollen. Eigentlich war in diesen Städten der Start der Modellprojekte für genau diesen Termin vorgesehen. In Oldenburg soll es nun erst am übernächsten Montag, 19. April, losgehen.

Angesichts der Diskussion um einen bundesweit einheitlichen möglichen Lockdown sei die Unsicherheit unter den Einzelhändlern und Gastbetrieben groß, sagte der Bürgermeister von Hildesheim, Ingo Meyer (parteilos). Es sei etwa den Gastronomen nicht zuzumuten, über das Wochenende Waren einzukaufen, wenn dann zu Wochenbeginn möglicherweise wieder schärfere Corona-Regeln beschlossen werden würden. Ähnlich äußerten sich auch Sprecher der Städte Oldenburg und Lüneburg. Zunächst wolle man die Ergebnisse der Bund-Länder-Beratungen abwarten.

Cuxhaven verschiebt Starttermin auf den 15. April

Cuxhaven und Nienburg/Weser haben sich am Donnerstag entschieden, mit dem Projekt am 15. April zu starten und nicht wie ursprünglich geplant am 12. Darauf habe man sich im Gespräch mit den anderen Modellkommunen verständigt, heißt es aus Nienburg. Am Freitag will der Niedersächsische Städtetag in einer Gesprächsrunde mit den Modellkommunen über einen einheitlichen Starttermin reden.

Ursprünglich 14 Städte wurden für Modellversuche ausgewählt

Die Landesregierung hatte ursprünglich 14 Städte für Modellversuche ausgewählt. Dabei sollen Läden, Theater und Kinos, Galerien, Fitnessstudios oder die Außengastronomie in Innenstädten öffnen dürfen. Voraussetzung für den Besuch ist ein aktueller negativer Corona-Test. Strenge Schutzmaßnahmen und Testkonzepte in den Projektgebieten sind ebenso Bedingung wie die Nutzung einer digitalen Kontaktnachverfolgung.

Auch in Bremen macht sich der Senat jetzt Gedanken über mögliche Modellprojekte in Bremen und Bremerhaven. In den kommenden Tagen soll ein Konzept erarbeitet werden.

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