Mobilfunk in Niedersachsen: Osterholz schaut Betreibern auf die Finger

  • Landkreis misst die Signalstärke der Handynetze
  • Daten sollen helfen, die Zusagen der Betreiber zu überprüfen
  • Bisher greifen Behörden auf Angaben der Mobilfunkanbieter zurück
Eine junge Frau benutzt ihr Smartphone.
In der Stadt sind die Mobilfunknetze oft stabil, auf dem Land gegen deutlich seltener. Bild: DPA | Christin Klose

Der Landkreis Osterholz prüft, ob die Mobilfunkanbieter ihre Netze auf dem Land wie angekündigt ausbauen. Denn immer wieder klagten Bürger, weil die Anbieter ihre Zusagen nicht einhielten, sagte Landrat Bernd Lütjen (SPD) beim Breitbandgipfel in Osterholz-Scharmbeck. Dort diskutieren Vertreter der Kommunen und des Landes Niedersachsen mit den Netzbetreibern, wie weit man beim Ausbau des schnellen Internets und des Mobilfunks gekommen ist.

Laut Lütjen sind in Zusammenarbeit mit den Kommunen auf "jeder Straße und auf jedem Weg" Autos unterwegs, die mit Messgeräten die Signale prüfen. Ziel sei, die Anbieter auf Netzmängel hinzuweisen. Im niedersächsischen Wirtschaftsministerium wird das Vorgehen begrüßt. Denn bei der Bewertung der Netzqualität stützt sich auch die Bundesnetzagentur auf Zahlen der Anbieter. Lütjen ist sicher, dass das Modell in anderen Landkreisen Nachahmer findet.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 22. Oktober 2019, 12 Uhr