Sozialleistungen: Bremen erhöht Mietzuschüsse um bis zu 23 Prozent

Balkone an einem Mietshaus aus den 50er-Jahren in der Bremer Neustadt.
Bild: Radio Bremen | Martin von Minden
Bild: Radio Bremen | Martin von Minden
  • Bremer Senat passt Zuschüsse zu Mieten an
  • Empfänger von Sozialleistungen bekommen bis zu 23 Prozent mehr
  • Für teure Stadtteile gibt es Extra-Zuschläge

Die Stadt Bremen zahlt Empfängern von Sozialleistungen höhere Mieten. Das teilte das Sozialressort mit. Die Mieten dürfen rückwirkend ab März 2020 zwischen zwölf und 23 Prozent höher sein als bisher.

Die Änderungen gelten für alle Menschen, die über Hartz IV Unterstützung bekommen und unter das Sozialgesetzbuch XII fallen. Auch Asylbewerber, die nicht mehr in Gemeinschaftsunterkünften leben, sollen die Erhöhung bekommen.

Mit der Anhebung stelle Bremen nun sicher, "dass Empfängerinnen und Empfänger von Sozialleistungen weiterhin angemessenen Wohnraum finden können", sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne).

Mehrkosten von knapp drei Millionen Euro

Um zu verhindern, dass Empfänger von Sozialleistungen teurere Bremer Stadtteile verlassen müssen, wird dort ein weiterer Zuschlag von bis zu zwölf Prozent gezahlt. Das gilt für die Stadtteile Blockland, Borgfeld, Findorff, Horn-Lehe, Mitte, Neustadt, Oberneuland, Obervieland, Östliche Vorstadt, Schwachhausen, Seehausen und Strom.

Dabei entstehen insgesamt jährlich Mehrkosten von knapp drei Millionen Euro. Die Stadt will damit sicherstellen, dass trotz steigender Mieten auch Sozialhilfeempfänger die Chance haben, eine Wohnung zu finden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 22. Juni 2021, 15 Uhr