Gleiche Bezahlung für alle Lehrer im Bundesland gefordert

  • Gleiche Bezahlung für Lehrer aller Schulen gefordert
  • Gewerkschaft begrüßt Vorstoß des Bremerhavener Schulstadtrats
  • Bremens Finanzsenatorin hat noch Gesprächsbedarf
Der Arm und die Hand eines Kindes vor einer Tafel in einem Klassenraum
Andere Bundesländer hätte die Besoldung bereits erhöht oder planten dies, sagte Schulstadtrat Michael Frost. Bild: DPA | Patrick Pleul

Der Bremerhavener Magistrat will, dass alle Lehrer im Bundesland Bremen gleich viel Geld bekommen. Dafür müssten die Gehälter von Grund- und Oberschullehrern angehoben werden. Außerdem sollen die Lehrer zwei Stunden weniger unterrichten müssen. Mit den höheren Gehältern will Bremerhaven dem Lehrermangel in der Stadt begegnen. Sie seien nötig, um qualifizierte Lehrer an die Stadt zu binden, sagte Bremerhavens Schulstadtrat Michael Frost.

Besonders wichtig ist das nach Ansicht von Frost für die Grund- und Oberschullehrer: Sie legten den Grundstein für die Bildung, würden aber schlechter bezahlt als Gymnasial- und Berufsschullehrer und müssten mehr unterrichten. In Bremerhaven würden der Stadt zufolge 200 Lehrer von der höheren Besoldung profitieren. Sie würde rund eine Million Euro kosten.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßte den Vorstoß des Magistrats ausdrücklich. Sie sieht nun das Bundesland am Zug. Bremens Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne) meldete noch Gesprächsbedarf an. Ein Vorgehen nach dem Muster "die einen fordern, die anderen zahlen" sei nicht mehr zeitgemäß. Sie verwies auf die Zulage, die der Senat für Grund- und Oberschullehrer bereits beschlossen hat. Diese kostet das Bundesland 1,5 Millionen Euro. Dem Bremerhavener Schulstadtrat reicht dies aber nicht aus.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 7. Dezember 2017, 6 Uhr