Lehrer an Bremer Grundschulen bekommen mehr Geld

  • Senatsbeschluss: Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen sollen mehr Geld erhalten
  • Verdienst wird an den der Kollegen an weiterführenden Schulen angepasst
  • Auch Erzieherinnen sollen zum Teil mehr verdienen
Der Bremer Senat sitzt mit Journalisten an einem Tisch.

Im Land Bremen bekommen Lehrer und Lehrerinnen an Grundschulen bald genauso viel Geld wie Lehrkräfte an weiterführenden Schulen. Das hat der Senat beschlossen. In den letzten Jahren hatten sie mehrere hundert Euro im Monat weniger verdient, weil sie in niedrigeren Besoldungsstufen eingruppiert waren. Das ändert sich jetzt – aber nur schrittweise.

Es dauert bis zum August übernächsten Jahres, bis die verbeamteten Pädagogen an den Grundschulen ihren Kollegen an den Gymnasien gleichgestellt sind. Schrittweise bekommen sie aber schon vorher mehr Geld. Rund 1.400 Lehrerinnen und Lehrer in Bremen und Bremerhaven können sich über die höhere Besoldung freuen.

Das sind Gerechtigkeitsfragen. Vor allem Frauen arbeiten in diesen Berufen als Grundschullehrerinnen und Erzieherinnen. Damit versuchen wir eine Gerechtigkeitslücke zu schließen. Und wir wollen für die Zukunft mit einer guten Bezahlung den Fachkräftebedarf abdecken.

Claudia Bogedan (SPD), Bildungssenatorin

Das Land will mit der Gleichstellung eine bundesweite Vorreiterrolle einnehmen. Für angestellte Lehrer gilt das Ganze vorerst nicht. Es werde aber an einer Lösung gearbeitet, hieß es vom Bremer Senat. Auch Erzieherinnen in Kitas in sozial schwierigen Stadtteilen Bremens sollen mehr Geld bekommen. Wer in Einrichtungen arbeitet, in denen es große Sprachprobleme gibt oder in denen viele ausländische Kinder oder Kinder aus schwierigen Verhältnissen betreut werden, wird beim Entgelt besser eingruppiert. Man erkenne damit an, dass die fachlichen Herausforderungen in einigen Kitas größer sind als in anderen, sagte Bremens Bürgermeister Carsten Sieling.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 12. März 2019, 15 Uhr