Wenig Luftfilter an Schulen in Niedersachsen – Bremen bei 60 Prozent

Wenig Luftfilter an Schulen in Niedersachsen – Bremen bei 60 Prozent

Ein Mann installiert einen Luftfilter in einem Klassenraum.
Bild: DPA | Julian Stratenschulte
Bild: DPA | Julian Stratenschulte
  • Bremen hat bereits mehr als 2.500 Luftfilter angeschafft
  • Niedersachsen hat deutlich weniger Luftfilter besorgt
  • Grund sind Material-Engpässe und unklare Förderbedingungen

Nach den Sommerferien soll es in Bremen in jedem Unterrichtsraum Luftfilter geben. Das Land Bremen hatte bereits Ende Juli für zwei Drittel aller Klassenräume mobile Luftfilter besorgt. Mehr als 2.500 Geräte wurden laut Bildungsbehörde aus Mitteln des Bremen-Fonds angeschafft.

In Niedersachsen werden längst nicht alle Schulen Luftfilter für die Klassenräume haben. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presseagentur. Grund sind unter anderem lange Ausschreibungsverfahren, Material-Engpässe und unklare Förderbedingungen des Landes.

Oldenburg kalkuliert mit 1,2 Millionen Euro Kosten

So will beispielsweise Oldenburg demnach vor allem die Grundschulen mit mobilen Luftfiltern ausrüsten. Ein Auftrag von rund 300 Geräten ist europaweit ausgeschrieben. Die Stadt rechnet mit Kosten von 1,2 Millionen Euro. Osnabrück will zunächst 200 Luftreinigungsanlagen anschaffen. Auch hier läuft die europaweite Ausschreibung. Wegen langer Lieferzeiten wird beim Schulstart laut Stadt keine der Anlagen eingebaut sein. Der Kreis Emsland plant ohne mobile Filter und setzt vorerst ganz auf das Lüften. Langfristig sollen bei Bedarf feste Raumluftanlagen installiert werden.

Landesschülerrat kritisiert 3G-Regel an Schulen

Doch nicht nur die fehlenden Luftfilter sorgen für Gesprächsstoff. Der Landesschülerrat in Niedersachsen hat die neuen Corona-Regeln an Schulen kritisiert. Sie seien kompliziert – allerdings sieht er auch einen ersten Schritt zurück zu Normalität.

Schülerinnen und Schüler müssen sich täglich für den Präsenzunterricht testen. Dazu kommen eine Maskenpflicht im Unterricht und die bekannten Lüftungs- und Abstandsregeln. Dem Vorsitzenden Justus Scheper sind mehr Impfangebote für Schülerinnen und Schüler wichtig. Viele Schülerinnen und Schüler seien frühestens Mitte Oktober durchgeimpft, so Scheper.

Lehrerverband: Auswirkungen auf den Schulbetrieb nicht absehbar

Der Landeselternrat und der Verband Niedersächsische Lehrkräfte begrüßten die neuen Maßnahmen grundsätzlich. Der Lehrerverband merkt aber auch an: Die Auswirkungen auf den Schulbetrieb seien im Moment noch nicht absehbar.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 25. August 2021, 10 Uhr