Bremer Lürssen-Werft bekommt Zuschlag für Milliarden-Rüstungsprojekt

Video vom 24. Juni 2021
Ein Schild der Bremer Lürssen-Werft.
Bild: DPA | Mohssen Assanimoghaddam
Bild: DPA | Mohssen Assanimoghaddam
  • Lürssen-Werft soll drei Flottendienstboote liefern
  • Aufklärungsschiffe sollen 2027 fertig sein
  • Vorgängermodelle sind älter als 30 Jahre

Die Bremer Lürssen-Werft hat im Zuge von Milliarden-Rüstungsaufträgen der Bundeswehr den Zuschlag für den Bau von drei Flottendienstbooten erhalten. Das teilte die Werft am Donnerstag mit. Die Boote, die zur elektronischen Aufklärung und Informationsbeschaffung eingesetzt werden, sollen die Einheiten der Oste-Klasse ersetzen und würden der Marine voraussichtlich ab 2027 zur Verfügung stehen.

Schiffe sollen zwei Milliarden Euro kosten

"Wir freuen uns, dass uns das Bundesverteidigungsministerium im Anschluss an die Zustimmung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages die Verantwortung übertragen hat, als Generalunternehmer dieses wichtige Beschaffungsvorhaben zu realisieren", sagte Lürssen-Geschäftsführer Tim Wagner. Der Haushaltsauschuss des Bundestags hatte am Mittwoch milliardenschwere Rüstungsprojekte gebilligt, darunter die Anschaffung dreier Flottendienstboote mit einem Auftragsvolumen von zwei Milliarden Euro.

Die 130 Meter langen Schiffe sollen mit modernster Sensorik ausgerüstet werden. Die derzeitigen Schiffe sind bereits länger als 30 Jahre im Einsatz und gehören zum Verband des 1. U-Bootgeschwaders. Das Familienunternehmen Lürssen mit Sitz in Bremen-Vegesack ist auf die Konstruktion und Fertigung von Yachten, Marineschiffen und Küstenwachbooten spezialisiert.

Umstrittener Auftrag: Kriegsschiffe aus Bremerhaven

Video vom 26. April 2021
Ein Kriegsschiff auf dem Wasser in Bremerhaven.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 24. Juni 2021, 19:30 Uhr