Keine Lohnfortzahlung für Ungeimpfte? Bremen ist noch unentschlossen

Audio vom 10. September 2021
Eine Schwester eines mobilen Impfteams hält ein Tablett mit einer Nierenschale, in der aufgezogene Impfspritzen mit Impfstoff liegen.
Bild: DPA | Peter Endig
Bild: DPA | Peter Endig
  • Einige Bundesländer wollen Lohnfortzahlung für Ungeimpfte streichen
  • Bremen berät noch über das Thema
  • Gewerkschaften kritisieren Pläne zur Einstellung der Lohnfortzahlung

Der Druck auf Ungeimpfte wächst: Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben angekündigt, dass Menschen, die sich nicht impfen lassen obwohl sie das könnten, im Quarantänefall keine Lohnfortzahlung mehr erhalten. Auch Nordrhein-Westfalen will die Lohnfortzahlung schon bald einstellen.

In Bremen ist hingegen noch nicht abschließend geklärt, ob Zahlungen für Menschen ohne Impfschutz in Zukunft ausgesetzt werden sollen. Das sagte eine Sprecherin der Innenbehörde dem "Weser-Kurier". Weitere Abstimmungen seien erforderlich.

Niedersachsen will Ungeimpften Lohnfortzahlung ab Oktober streichen

Niedersachsens Gesundheitsministerin, Daniela Behrens (SPD), prüft die Einstellung der Lohnfortzahlung ab Mitte Oktober.

Wir haben ab Oktober die Situation, dass wirklich jeder sich impfen lassen könnte.

Daniela Behrens (SPD), niedersächsische Gesundheitsministerin

In den Augen von Behrens gibt es überhaupt keinen Grund, als Ungeimpfter im Quarantäne-Fall Entschädigungsleistungen einzufordern. "Das kann man der Gesellschaft nicht zumuten."

Von den Gewerkschaften kommt Kritik

Kritik kommt von den Gewerkschaften. Die bezweifeln, dass die ständige Erhöhung des Drucks auf Ungeimpfte deren Impfbereitschaft tatsächlich erhöht. Sie glauben vielmehr, dass dadurch in den Betrieben Konflikte entstehen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 10. Septebember 2021, 7 Uhr