Bürgerschaftswahl: Linke stellen Team für Sondierungsgespräche auf

  • Bremer Linke planen schon für die Zeit nach der Bürgerschaftswahl
  • Partei hat bereits Fahrplan für Sondierungsgespräche beschlossen
  • Rot-Rot-Grün nach Umfragen möglich
Logo der Partei Die Linke auf einem Wahlplakat in Bremen.
Die Linke könnte in Bremen von der schwächelnden SPD profitieren und in einem Dreierbündnis an die Regierung kommen.

Die Bremer Linke ist sich offenbar sicher, dass sie nach der Bürgerschaftswahl am 26. Mai bei einer neuen Regierung in Bremen dabei ist. Sie hat schon mal vorsorglich einen Fahrplan für Sondierungs- und Koalitionsgespräche beschlossen.

Nach den jüngsten Wahlumfragen wäre ein Dreierbündnis aus SPD, Grünen und Linken auch möglich. "Die Koalition aus SPD und Grünen wird sehr wahrscheinlich abgewählt", heißt es in einem aktuellen Statement des Linken-Landesvorstandes. Deswegen hat die Parteispitze schon mal festgesetzt, dass die beiden Landessprecher, Felix Pithan und Cornelia Barth, sowie die Spitzenkandidatin Kristina Vogt in Sondierungsgespräche gehen sollen. Wenn die positiv sind, soll ein Parteitag schon am 6. Juni über Koalitionsverhandlungen entscheiden – so der Plan.

Umfrage: Rot-Rot-Grün möglich

Nach der jüngsten Wahlumfrage der ARD könnte Rot-Rot-Grün eines von wenigen rechnerisch möglichen Dreier-Bündnissen in Bremen sein. Denn die CDU hat zwar ihren Vorsprung vor der SPD nochmal ausgebaut und würde demnach stärkste Partei. Allerdings ist nicht mehr sicher, ob der Wunsch-Koalitionspartner FDP wirklich die Fünf-Prozent-Hürde schafft. Wenn ein Jamaika-Bündnis mit den Grünen aber nicht mehr möglich ist, bliebe rechnerisch nur noch die Große Koalition – oder Rot-Rot-Grün.
Allerdings sind auch die jüngsten Umfragezahlen noch mit großen Unsicherheiten behaftet. Vielleicht wählt Bremen auch ganz anders.

Wahlumfrage: CDU baut Vorsprung vor der SPD aus

Eine Balkengrafik zur Bürgerschaftswahl auf einem Monitor, durch die Brille einer Frau fotografiert.
  • Folkert Lenz

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 17. Mai 2019, 16 Uhr