Bremer Linke wollen Stellenabbau beim Klinikverbund Geno aussetzen

  • Linke fordern bis Ende 2022 Aussetzung des Stellenabbaus an Bremer Kliniken
  • Geschäftsführung der Gesundheit Nord will insgesamt 440 Stellen streichen
  • Gesundheitssenatorin wurde von einigen Delegierten scharf angegriffen
Video vom 27. März 2021
Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard
Bild: Radio Bremen

Der Parteitag der Bremer Linken plädiert dafür, bis Ende nächsten Jahres keine Stellen beim defizitären Klinikverbund Gesundheit Nord zu streichen. Hintergrund sind Pläne der Geno-Geschäftsführung, in den nächsten Jahren insgesamt 440 Vollzeitstellen abzubauen.

Ein Stellenabbau in der Pandemie sei extrem unvernünftig, hieß es auf dem Parteitag der Bremer Linken. Vielmehr müssten der Pflegebereich und die ambulante Versorgung der Geno mit Hilfe der Stadt ausgebaut werden. In der Online-Veranstaltung griffen einige Delegierte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard von den Linken scharf für die Abbaupläne bei der Geno an. Die Senatorin, die auch Aufsichtsratsvorsitzende der Geno ist, wehrte sich: Sie unterstütze einen Personalabbau in dieser Größenordnung nicht. Sie arbeite vielmehr jeden Tag daran, dass die Geno überlebt, sagte Bernhard.

In einem weiteren Antrag begrüßte der Parteitag, dass die Wirtschaftsbehörde den Betrieb zweier Bordelle untersagen will, hinter denen die Rocker-Gruppierung Hells-Angels stehen soll. Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt, ebenfalls von den Linken, warnte jedoch vor zu großer Euphorie. Sie rechnet mit einem langen Rechtsstreit bis vor das Bundesverwaltungsgericht – mit ungewissem Ausgang.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 27. März 2021, 19:30 Uhr