Linke fordert Bremer Aufnahmeprogramm für afghanische Geflüchtete

Video vom 23. August 2021
Menschen gehen am Flughafen Kabul in ein Flugzeug.
Bild: DPA | abaca CNP ABACA
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  • Bremer Linken-Fraktion fordert landeseigenes Aufnahmeprogramm für Afghanen
  • Senat könnte am Dienstag einen entsprechenden Erlass verabschieden
  • Für syrische Geflüchtete hatte es im April ein ähnliches Programm gegeben

Die Linken-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft will, dass mehr Menschen aus Afghanistan nach Bremen kommen dürfen als bislang geplant. Dazu solle es ein landeseigenes Aufnahmeprogramm für diese Menschen geben.

Schon bei der Senatssitzung am Dienstag solle die Landesregierung einen entsprechenden Erlass verabschieden. Dann könnten in Bremen und Bremerhaven lebende Afghanen ihre Familien hierher holen. Das ging bisher nicht.

Ähnlicher Beschluss für Syrer bereits im April

Im April habe es schon einen ähnlichen Beschluss für syrische Geflüchtete gegeben, sagt Linken-Fraktionschefin Sofia Leonidakis. Das Rad müsse also nicht neu erfunden werden. Die Linken wollen so das Leben auch von Menschen- und Frauenrechtsaktivistinnen, Intellektuellen, Künstlern oder Wissenschaftlern retten, die bislang kaum aus Kabul herausgebracht wurden.

Ein bremisches Landesaufnahmeprogramm könne Menschen die Möglichkeit zu einer sicheren Flucht geben, heißt es in einer Erklärung. Schon in der vergangenen Woche hatte Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) 150 Unterbringungsplätze für afghanische Ortskräfte und deren Familien versprochen. Am frühen Montagmorgen sind die ersten 49 Menschen aus Afghanistan in Bremen angekommen – vor allem Familien mit Kindern.

Menschen gehen am Flughafen Kabul in ein Flugzeug.
Bild: DPA | abaca CNP ABACA
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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 23. August 2021, 16 Uhr