Bremer Lehrstellen-Angebot bricht weniger stark ein als befürchtet

  • Arbeitsagentur meldet 5.500 Ausbildungsplätze im Land Bremen
  • Minus von 13 Prozent in der Stadt Bremen im Vorjahresvergleich
  • Leichtes Plus von zwei Prozent in Bremerhaven
Zwei Mechatronik-Auszubildende arbeiten an einem Auto.
Auto-Mechatronik steht auf der Liste der beliebtesten Ausbildungsberufe in den Top Ten. Bild: Imago | photothek

In diesem Herbst haben Firmen im Land Bremen weniger Ausbildungsplätze als im Vorjahr angeboten. Zugleich ist die Nachfrage nach Lehrstellen leicht gestiegen. Diese Zahlen gab jetzt die zuständige Arbeitsagentur bekannt. Rund 5.500 Ausbildungsplätze gab es in diesem Jahr. Doch während die Zahl der Lehrstellen in Bremen um fast 13 Prozent sank, wurden in Bremerhaven sogar zwei Prozent mehr gemeldet. Trotzdem waren am Ende noch mehr als 400 Stellen im Bezirk der Arbeitsagentur unbesetzt.

Fast 600 Bewerber ohne Stelle

Fast 600 junge Bewerber blieben unversorgt. Deren Stellenwünsche deckten sich nicht mit den Ausbildungsangeboten der Unternehmen. Unter den Top-Ten der Wunschberufe finden sich vor allem kaufmännische Berufe, Auto-Mechatronik, aber auch im Einzelhandel oder medizinische Hilfsberufe. Die Handelskammer Bremen ist einigermaßen zufrieden, weil trotz der Corona-Krise nicht so viele Ausbildungsstellen weggefallen sind, wie noch zur Jahresmitte befürchtet. Weil das Handwerk mit einem blauen Auge durch die Pandemie gekommen ist, bieten die Firmen nicht viel weniger Ausbildungsstellen an wie früher, sagt die Kammer. Die Arbeitnehmerkammer dagegen kritisiert, dass Betriebe im Land weniger ausbilden. Sie begrüßt, dass die Landesregierung mit 120 zusätzlichen außerbetrieblichen Ausbildungsplätzen die Auswirkungen der Corona-Krise abpuffern will.

Firmen in der Krise: Gibt es in Bremen bald weniger Ausbildungsplätze?

Video vom 8. Mai 2020
Zwei junge Auszubildende Männer und ihr Chef in der Glaserei.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 30. Oktober 2020, 7 Uhr