Behörde will Lehrer künftig über zentralen Pool einstellen

  • Bremen will Lehrer über einen zentralen Pool einstellen
  • Schulen mit hohem Personalbedarf sollen zum Zug kommen
  • Behörde plant 400 neue Stellen
Lehrer als weiße Silhouette vor einer Tafel unterrichtet vor Schülern
Welcher Lehrer an welche Schule kommt, soll in Zukunft in vielen Fällen zentral entschieden werden. Bild: Imago | Westend61/Montage

Die Stadt Bremen will Lehrer von diesem Jahr an über einen zentralen Pool einstellen. Die Behörde erhofft sich, so die Personalprobleme an einzelnen Schulen besser bekämpfen zu können. Hunderte Lehrer und Referendare sollen neu eingestellt werden.

Immer dann, wenn ein Lehrer oder eine Lehrerin noch keine direkte Absprache mit einer Schule getroffen hat, soll die Einstellung künftig über das Bildungsressort laufen. Die Behörde entscheidet dann, wo der Lehrer unterrichten wird. Dabei sollen vor allem die Schulen zum Zuge kommen, die einen besonders hohen Personalbedarf haben.

Kürzere Arbeitszeiten an unbeliebten Schulen?

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßt grundsätzlich die Einführung eines solchen Pools. "Es darf aber niemand gezwungen werden, dort zu arbeiten, wo er vielleicht gar nicht hinwill", sagt GEW-Sprecher Christian Gloede. Außerdem müsse sich Bremen genau angucken, warum Lehrer an bestimmten Schulen nicht unterrichten wollen. Er fordert: Die Arbeit an unbeliebten Standorten müsse attraktiver werden – zum Beispiel durch verkürzte Arbeitszeiten.

Im Dezember hatte die Bremische Bürgerschaft einen Doppelhaushalt beschlossen. Der sieht unter anderem vor, dass 400 neue Lehrer und Referendare eingestellt werden.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 31. Dezember 2017, 19 Uhr