Gegen Leerstand und Ferienwohnungen: Senat verschärft Wohnraumgesetz

  • Wohnungen dürfen in Zukunft maximal sechs Monate leerstehen
  • Bremen setzt sich auf Bundesebene für schärferes Baugebot ein
  • Opposition kritisiert neugefasstes Gesetz
Eine leerstehende Wohnung im Blick durch das Fenster.
Das Bremer Wohnraumgesetz soll solche Leerstände auf Dauer verhindern. Bild: Imago | Bastian Kienitz

Die Bremer Landesregierung hat den Entwurf für ein verschärftes Wohnraumschutzgesetz beschlossen. Ziel ist unter anderem, dass es in Bremen künftig weniger Leerstand und weniger Ferienwohnungen gibt.

Das Gesetz schreibt unter anderem vor, dass eine Wohnung künftig nicht länger als sechs Monate leer stehen darf. Bisher durfte eine Wohnung ein Jahr leer stehen. Bremen will auch erreichen, dass auf Bundesebene ein schärferes Baugebot beschlossen wird. Damit sollen Investoren dazu gebracht werden, Häuser und Grundstücke schneller zu sanieren beziehungsweise zu bebauen.

Der baupolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Falk Wagner sagte, man wolle den Leerstand von begehrten Reihenhäusern nicht länger dulden. Viele Familien suchten derzeit händeringend Wohnungen und Häuser. Die Opposition in der Bürgerschaft ist auch mit dem neugefassten Gesetz nicht einverstanden. Sie kritisiert weiter vor allem, dass in fünf Bremer Stadtteilen auch in Zukunft keine Wohnungen in Ferienwohnungen umgewidmet werden dürfen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 24. Februar, 7 Uhr