Protest trotz Corona: Bremer fordern Evakuierung von Flüchtlingslagern

  • Bremer protestieren gegen die Flüchtlingspolitik der EU
  • Sie hinterließen leere Schuhe und Slogans auf dem Boden
  • Aktion kritisiert Situation in Lagern auf griechischen Inseln
Aktivisten fordern Aufnahme von Geflüchteten, die in Lagern an der EU-Außengrenze festsitzen.
Slogans an der Schlachte: Die Polizei hat am Wochenende im gesamten Stadtgebiet Aktionen wie diese hier registriert. Bild: Radio Bremen | Rene Lossau

Im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages für Geflüchtete hat es am Wochenende in Bremen Proteste gegeben. Wie die Polizei mitteilte, wurden im Stadtgebiet bunte Parolen und teils festgeklebte leere Schuhe hinterlassen. Die Aktivisten setzen sich für die Aufnahme von Geflüchteten auf den griechischen Inseln ein. Aufgerufen hatte unter anderem die Gruppe "Seebrücke Bremen".

Aktivisten fordern Aufnahme von Geflüchteten, die in Lagern an der EU-Außengrenze festsitzen.
Bilder von der Aktion wurden auf Twitter unter dem Hashtag #leavenoonebehind geteilt. Bild: Radio Bremen | Rene Lossau

Während große Demonstrationen in Corona-Zeiten unverantwortlich seien, wollte die Seebrücke nach eigenen Angaben Zeichen im öffentlichen Raum setzten. "Wir können nicht zeitgleich mit vielen an einem Ort sein und wir werden auf unserer aller Gesundheit achten, aber wir können trotzdem zeigen, dass wir viele sind", heißt es im Aufruf zur Aktion.

So hinterließen die Aktivisten unter anderem Slogans wie "Hotels für Geflüchtete und Obdachlose" und "Öffnung aller Grenzen". Auf Twitter wurden Fotos der Aktion unter dem Hashtag #leavenoonebehind geteilt. Die Polizei hat in einigen Fällen, bei denen nicht nur mit Kreide gemalt wurde, Ermittlungen wegen Sachbeschädigungen eingeleitet.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 6. April 2020, 23:30 Uhr