Inselbewohner auf Baltrum besorgt über geplante Stromtrasse

Audio vom 19. Oktober 2021
Eine Insel im Wasser aus der Luft aufgenommen.
Bild: DPA | Hans Blossey
Bild: DPA | Hans Blossey
  • Bewohner von Baltrum haben Bedenken wegen geplanter Stromtrasse
  • Bürgermeister will Süßwasser-Linse schützen
  • Linse ist Notfallreserve für Trinkwasserversorgung

Um die Energiewende voran zu bringen, müssen weitere Offshore-Windparks in der Nordsee gebaut werden. Eine Stromtrasse ans Festland soll über die Insel Baltrum führen. Das hat das zuständige Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems entschieden. Auf Baltrum gibt es Bedenken – vor allem wegen der Trinkwasser-Versorgung.

Die Stromtrasse soll von Offshore-Windparks über die Insel ans Festland geführt werden. Baltrums Bürgermeister Harm Olchers rief den Netzbetreiber Tennet dazu auf, bei den Bauarbeiten die Süßwasser-Linse unter Baltrum zu schützen. Sie dient als Notfallreserve für die Trinkwasserversorgung. Würde sie beschädigt, wäre das Wasser ungenießbar. Aktuell wird die Süßwasser-Linse nicht genutzt. Baltrum wird vom Festland aus mit Trinkwasser versorgt.

Das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems hatte sich nach einer Prüfung dafür entschieden, den Strom-Korridor über Baltrum laufen zu lassen und nicht über Langeoog. Die Insel Langeoog gewinnt Trinkwasser ausschließlich aus einer Süßwasser-Linse.

Windkraftbranche fordert stärkeren Ausbau der Windenergie

Video vom 5. Oktober 2021
Windräder auf See.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 19. Oktober 2021, 11 Uhr