Warum ein Kreuzfahrtschiff bei der Überführung Polizeischutz bekommt

  • Polizei sichert die Emspassage der "Norwegian Encore" mit Hubschraubern und Booten
  • Die Überführung des Kreuzfahrtschiffes soll nicht von Klimaaktivisten gestört werden
  • Schiff der Meyer-Werft hat das Emssperrwerk bei Gandersum erreicht
Ein Polizist ist von hinten zu sehen, wie er das Kreuzfahrtschiff "Norwegian Encore" fotografiert.
Die Polizei stellt mit mehreren Dutzend Einsatzkräften fest, dass Klimaaktivisten die Emspassage nicht stören. Bild: Nonstopnews

Das neue Kreuzfahrtschiff aus der Meyer-Werft "Norwegian Encore" hat am Abend pünktlich Papenburg in Richtung Nordsee verlassen. Ein Großaufgebot der Polizei sicherte erstmals die Emspassage. Der Grund: Klimaaktivisten hatten in der vergangenen Woche in Helsinki ein Kreuzfahrtschiff beim Auslaufen behindert. Bislang sei alles ruhig verlaufen, die "Norwegian Encore" liege im Zeitplan, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Polizei sichert neuralgische Punkte auf der Reise. Brücken, Schleusen, enge Kurven, damit die Emspassage nicht von Klimaaktivisten gestört werden kann. Mehrere Dutzend Einsatzkräfte sind unterwegs. Sogar ein Hubschrauber und mehrere Boote sichern die Strecke. Bislang habe es keine Hinweise gegeben, dass Aktivisten unterwegs seien. Das Schiff hat am Morgen das Emssperrwerk bei Gandersum erreicht. Hier muss die "Norwegian Encore" bis zum Nachmittag auf Hochwasser warten, um raus auf Dollart und Nordsee zu können.

Übergabe des Schiffs in Bremerhaven

Ende Oktober steht die Übergabe des Schiffes in Bremerhaven an die Reederei Norwegian Cruise Lines an. Die Meyer-Werft hat schon längere Schiffe gebaut. Die "Norwegian Encore" ist aber das zweitgrößte Schiff der Werft nach der "Aidanova" von 2018. Die Fahrt der Ozeanriesen durch enge Brücken, vorbei an Deichen und Kuhweiden, lockt jedes Mal viele Schaulustige an. Umweltschützer kritisieren aber die Belastungen für die Ems und ihre Ufer.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 1. Oktober 2019, 8 Uhr