Diese 6 Eckpunkte gelten für Bremer Kitas im verlängerten Lockdown

Weil die einzelnen Kita-Gruppen strikt getrennt werden, wird die Betreuungszeit eingeschränkt. 20 Stunden Mindestanspruch sollen aber gesichert bleiben.

Video vom 21. Januar 2021
Ein Mann wird draußen interviewt. Er trägt seine junge Tochter auf dem Arm.
Bild: Radio Bremen

1 Kinder sollen zu Hause betreut werden, wann immer es geht

Die Corona-Lage ist ernst, deshalb hat die Politik den Lockdown bis Mitte Februar verlängert. Alle sollen ihre Kontakte möglichst weit einschränken, das gilt auch für Kita-Kinder. Deshalb appelliert der Bremer Senat weiterhin an die Eltern, "die Kindertagesbetreuungseinrichtungen nur in den Fällen und in dem Maße in Anspruch zu nehmen, indem eine persönliche oder sonstige Kinderbetreuung nicht möglich ist".

2 Gruppen werden strikt getrennt

Die Gruppen in den Kitas werden nun strikt getrennt. Angebote mit Kindern aus zwei Gruppen oder Besuche in der Nachbargruppe soll es bis zum Ende des Lockdowns nicht mehr geben. Erzieherinnen und Erzieher sollen möglichst nur noch in einer Gruppe eingesetzt werden, oder in Gruppen mit deutlich weniger Kindern. "Das wird aber auch dazu führen, dass Eltern eingeschränkte Betreuungsumfänge haben, weil wir beim Personaleinsatz nicht mehr so flexibel sein können", sagte Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) im Studio von buten un binnen.

3 Mindestanspruch von 20 Stunden

Dabei sollen alle Kinder weiterhin für mindestens 20 Stunden in der Woche betreut werden. Ziel ist es, die Zeiten so zu legen, dass möglichst viele Kinder in den Kitas ein Mittagessen bekommen. Damit versuche die Behörde, allen Kindern ein Betreuungsangebot zu machen. "Gleichzeitig brauchen wir jetzt aber auch die Solidarität der Eltern untereinander", sagte Bogedan. "Vielleicht können sich auch zwei Eltern einen Platz teilen."

4 Gruppengröße bleibt gleich

Die Kitas folgen nun im Pandemie-Konzept der so genannten Reaktionsstufe 2. Dort ist auch vorgegeben, wie viele Kinder pro Erzieherin oder Erzieher in der Gruppe erlaubt sind. "Zehn Kinder in der Unter-3-Jährigen-Betreuung und 20 Kinder in der 3-Jährigen-Gruppe", sagte Bogedan. Damit die Beschäftigten möglichst gut geschützt sind, empfiehlt die Behörde grundsätzlich, immer eine Maske zu tragen. Einzige Ausnahme: Die Betreuung von ganz kleinen Kindern unter drei Jahren.

5 Behörde will Kosten für Lüftungsgeräte zahlen

Bogedan kündigte an, Lüftungsgeräte für Kitas zu bezahlen. Bei der Anschaffung seien allerdings die Kita-Träger in der Verantwortung. "Von uns gibt es das Versprechen: Wir übernehmen die Kosten dafür", sagte Bogedan.

6 Neue Regeln gelten ab Anfang Februar

Die neuen Regeln sollen vom 1. bis zum 14. Februar gelten. Bogedan begründete den Zeitplan mit den aktuellen Regelungen, die noch bis zum 31. Januar gelten. In der Vergangenheit habe es immer wieder den Vorwurf gegeben, dass für Eltern und Einrichtungen keine Planungssicherheit bestehe. "Jetzt gibt es eine Übergangsfrist. Und ich glaube, das ist auch richtig so", sagte Bogedan.

Bildungssenatorin Bogedan über "eingeschränkten Regelbetrieb" in Kitas

Video vom 21. Januar 2021
Moderator János Kereszti und Bildungssenatorin Claudia Bogedan im Studio von buten un binnen.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 21. Januar 2021, 19:30 Uhr