Eltern und CDU wollen Kita-Ausbau in Bremen zur Chefsache machen

  • Stabsstelle im Rathaus soll für mehr Plätze und geeignete Mitarbeiter sorgen
  • Hunderte Kinder haben noch keinen Kita-Platz
  • Ressort weist Kritik zurück: "Sind mit Herzblut dabei"

Elternvertreter sitzen an einem Tisch.

Elternvertretungen in Bremen wollen frühkindliche Bildung als Chefsache im Rathaus angesiedelt haben. Dieser Forderung hat sich auch die CDU angeschlossen. Derzeit gibt es noch für mehrere Hundert Kinder zwischen Null und sechs Jahren keinen Krippen- oder Kitaplatz.

Die Zentralelternvertretung der Tageseinrichtungen in Bremen und der Gesamtelternbeirat der Katholischen Kindertagesstätten fordern eine Stabsstelle im Rathaus. Sie soll den Ausbau von Kitaplätzen koordinieren und für genug Fachpersonal sorgen. Die CDU wirft der rot-grünen Regierung Planungsversagen vor. Sie fordert, dem Thema "oberste Priorität" einzuräumen. Für alle Kinder, die bis zum Beginn des Kita-Jahres im August keinen Platz bekommen, müsse es ein Notprogramm geben.

Bildungsressort weist Kritik zurück

"Wir sind sehr wohl mit Herzblut dabei", wehrt sich eine Sprecherin der Senatorin für Kinder und Bildung gegen die Kritik. Mehr als 3.000 neue Plätze habe das Ressort in den letzten Jahren geschaffen. Und es gebe auch bereits ein Gremium, das sich um das Thema kümmere.

So schwer sind Familien in Bremen vom Kitaplatz-Mangel betroffen

Familie mit Kind auf einem Sofa.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 26. Juni 2019, 19:30 Uhr