Bremerhavener Industrie-Brache soll vitaler Stadtteil werden

  • 140 Wohnungen sollen entstehen
  • Bauvorbereitungen laufen, 2019 sollen die Bagger anrollen
  • Gelände lag zwölf Jahre brach

Die Zeit des Bremerhavener Kistnergeländes als Industriebrache ist bald vorbei. Freitag fiel der Startschuss für die Wiederbelebung des lange toten Geländes.

Auf dem ehemaligen Kistnergelände in Bremerhaven tut sich was: Der alte Schornstein raucht zwar schon seit zwölf Jahren nicht mehr, dafür brummen jetzt die Generatoren auf dem Gelände der ehemaligen Kalksandsteinfabrik.

Das offizielle Zeichen für den Neustart setzten am Freitag der Geschäftsführer der Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung (BIS), Nils Schnorrenberger, Bürgermeister Paul Bödeker (CDU) und Carolin Kountchev vom Stadtplanungsamt: Sie enthüllten das Bauschild für die Wiederbelebung des Kistnergeländes. Ab jetzt wird das Gelände für den Bau vorbereitet, 2019 sollen dann die Bagger anrollen.

20 Prozent Sozialwohnungen

Drei Menschen ziehen eine Plane vom Bauschild
Wirtschaftsförderer Niels Schnorrenberger, Carolin Kountchev vom Stadtplanungsamt und Bürgermeister Paul Bödeker haben am Freitag das Bauschild enthüllt.

Nach den Planungen der BIS soll zuerst ein Verbrauchermarkt an der Hafenstraße gebaut werden. Die Wohnunsgesellschaften Stäwog und Gewoba wollen zudem insgesamt 140 Mietwohnungen bauen. 20 Prozent davon sollen als Sozialwohnungen ausgewiesen werden.

Außerdem sehen die Planungen eine touristische Nutzung vor: Ein privater Investor plant ein Hostel. Ein Teil dieses Hostels könnte die denkmalgeschützte Halle der ehemaligen Kalksandsteinfabrik werden. Auch der markante Schornstein bleibt. Die Kosten für dessen Sanierung in Höhe von 260.000 Euro will die Stadt bezahlen.

Die Erschließung des Kistnergeländes verlangt auch die Sanierung der Geeste-Kaje. Insgesamt soll die Erschließung sechs Millionen Euro kosten. Diese werden sich Stadt, Bund und EU teilen.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 12. Januar 2018, 19:30 Uhr