Bremerhavener Jugendamt fehlen zweieinhalb Millionen Euro

  • Ausschuss für Jugend, Familie und Frauen befasst sich mit Haushaltssituation
  • Großteil des Geldes wird für Hilfe zur Erziehung ausgegeben
  • Unklar, wie das Finanzloch gestopft werden soll
zwei Menschen vor einem Gebäude in Bremerhaven
Einen Großteil des Geldes hat das Bremerhavener Jugendamt für Beratung und die Übernahme von Kita-Gebühren ausgegeben.

Das Amt für Jugend, Familie und Frauen wird die vorgegebenen Budgets zum Jahresende 2019 nicht einhalten können. Das geht aus einer Vorlage für den entsprechenden Ausschuss am Nachmittag hervor. Ein Großteil des Geldes wird für den Punkt Hilfen zur Erziehung gebraucht. Hierzu zählen etwa die Übernahme von Kita-Gebühren oder Beratungsangebote. 

Außerdem muss das Amt häufiger bei Unterhaltszahlungen in Vorkasse gehen. Denn Alleinerziehende können durch ein Gesetz zunächst Unterstützung vom Amt erhalten, wenn der eigentliche Unterhaltszahler nicht zahlen kann oder will. Die gestiegene Zahl an Alleinerziehenden in Bremerhaven hat laut Amt hier zu höheren Kosten geführt. Der Stadt fehlen insgesamt sieben Millionen Euro im laufenden Haushalt. Deswegen will der Magistrat am Mittwoch eine Haushaltssperre beschließen.

Dieses Thema im Programm: Nachrichten, Bremen Eins, 3. Dezember 2019, 6:00 Uhr