Aerotec bleibt hart und will Thyssenkrupp-Mitarbeiter nicht übernehmen

  • Thyssenkrupp Aerospace will sich aus Produktion in Varel zurückziehen
  • Premium Aerotec will Arbeit übernehmen, nicht aber die Mitarbeiter
  • Gespräche am Dienstagabend blieben ohne Ergebnis
Thyssen Krupp Aerospace in Neuenwege Stadt Varel
229 Mitarbeiter von Thyssenkrupp Aerospace im Aeropark Varel bangen um ihre Arbeitsplätze. (Archivbild) Bild: Imago | Rust

Ein runder Tisch zur Zukunft der 229 Arbeitsplätze im Aeropark Varel-Friesland ist am Dienstagabend ergebnislos zu Ende gegangen. Thyssenkrupp Aerospace will sich dort in einem Jahr, nämlich Ende März 2021, aus der Produktion und aus dem Dienstleistungszentrum für den Flugzeugbau zurückziehen.

Der Airbus-Zulieferer Premium Aerotec wird die bisherigen Tätigkeiten von Thyssenkrupp Aerospace am Standort Varel neu ausschreiben. Die 229 Mitarbeiter will das Unternehmen aber nicht übernehmen. Das haben Firmenvertreter am Abend noch einmal bestätigt und darüber sind Politiker, die Gewerkschaft IG-Metall und die Betriebsräte mehr als enttäuscht. Nichts habe sich bei diesem Gespräch für den Erhalt der Arbeitsplätze am Standort bewegt, sagte Landrat Sven Ambrosy. Lediglich die Gebäude im Aeropark Varel-Friesland will Premium Aerotec weiter nutzen.

19 Millionen Euro Fördergelder flossen in den Standort

19 Millionen Euro hatten der Landkreis Friesland, Bund, Land und die EU vor zehn Jahren an Fördergeldern investiert, um den Flugzeugbauer-Standort langfristig zu sichern. Im März soll es laut IG-Metall weitere Gespräche mit Premium Aerotec und Thyssenkrupp geben, sagte IG-Metall Bevollmächtigte Martina Bruse.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 22. Januar 2020, 7 Uhr