Tausende Jobs in Bremer Luft- und Raumfahrt-Industrie gefährdet?

  • Wirtschaftssenatorin Vogt warnt vor langfristigen Folgen der Corona-Pandemie
  • Bis zu 6.000 Jobs in der Bremer Luft- und Raumfahrt-Industrie seien bedroht
  • Airbus hat bereits Abbau von 900 Stellen angekündigt
Video vom 14. Januar 2021
Ein Mann arbeitet in einer Halle an einem Flugzeug-Flügel
Bild: DPA | Carmen Jaspersen
Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Die Bremer Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Die Linke) hat vor weiteren Jobverlusten in der Luft- und Raumfahrt in Folge der Corona-Pandemie gewarnt. Nach Berechnungen ihres Ressorts bedroht allein der weltweite Zusammenbruch der Luftfahrt mehr als 6.000 Arbeitsplätze in der Region. Viele Unternehmen in Bremen und umzu seien zunehmend in ihrer Existenz gefährdet, sagte Vogt buten un binnen.

Auf jeden abgebauten Arbeitsplatz bei Airbus kommen zwei Jobverluste bei Zulieferfirmen. Deswegen hält die Senatorin allein in Bremen mehr als 6.000 Stellen für bedroht – falls sich die Branche nicht vor 2025 von der Krise erholt. Heute schon ginge vielen der betroffenen Zulieferer in der Region unverschuldet das Geld aus, sagte die Wirtschaftssenatorin.

Großer Stellenabbau bei Airbus

Airbus hat bereits angekündigt, in seinem Bremer Werk insgesamt rund 900 Arbeitsplätze streichen zu wollen, darunter auch beim Tochterunternehmen Premium Aerotec. Am Standort Bremen halten sich außerdem hartnäckig Befürchtungen, den Kernbereich Flügelausrüstung an andere Werke abgeben zu müssen. Der Airbus-Betriebsrat hatte deshalb im vergangenen Jahr mehrfach "ein klares Bekenntnis zur Zukunft des Standorts" von der Konzernführung eingefordert.

IG Metall blickt mit Argusaugen auf Airbus: "Wir sind sehr wachsam"

Video vom 14. Januar 2021
IG Metall-Geschäftsführerin Ute Buggeln im Studio von buten un binnen.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Autor

  • Christian Schwalb

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 14. Januar 2021, 6 Uhr