Bremen will Jade-Weser-Port 15 Millionen Euro zuschießen

Bremen will 15 Millionen Euro für Jade-Weser-Port zuschießen

Cantainer #1 und wehende Fahnen am Jade-Weser-Port
Bild: Imago | Andreas Burmann
Bild: Imago | Andreas Burmann
  • Bremen wird voraussichtlich 15 Millionen Euro in JWP investieren
  • Summe soll laut Beschlussvorlage in drei Tranchen bis 2023 fließen
  • Hafensenatorin Schilling bekennt sich zur Hafen-Beteiligung

Das Land Bremen wird bis 2023 voraussichtlich weitere 15 Millionen Euro in den Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port JWP in Wilhelmshaven investieren. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die im Hafenausschuss diskutiert wird. Darin bekennt sich Bremens Hafensenatorin Claudia Schilling (SPD) klar zur Beteiligung am Hafen.

Bremen und Niedersachsen haben jeweils zur Hälfte Anteile am JWP. 1,5 Millionen Euro sollen in diesem Jahr fließen, 6,4 Millionen im nächsten Jahr und in 2023 nochmal ein Zuschuss in Höhe von 7,2 Millionen Euro. Dieses Geld wird das Land Bremen in den kommenden Jahren in die Hand nehmen müssen, um Deutschlands einzigen Tiefwasserhafen zu unterstützen. Damit sollen vor allem die fehlenden Gewinne aufgrund der Corona-Krise und anstehende Baggerarbeiten finanziert werden. Aussteigen aus dem Gemeinschaftsprojekt mit Niedersachsen will die Bremer Politik nicht, auch weil ein vorzeitiger Ausstieg aus dem laufenden Vertrag teurer wäre, als weiter zu investieren, so ein Mitglied des Hafenausschusses. 

JWP blieb seit Eröffnung immer weit unter der Umschlagskapazität

Die Bremer CDU fordert mehr Engagement von den Betreibern des Jade-Weser-Ports und kann sich notfalls vorstellen, einen weiteren Investor zu suchen. Der Container-Terminal ist für einen Jahresumschlag von 2,7 Millionen Standardcontainern ausgelegt – hat diese Marke aber seit der Eröffnung im Jahr 2012 nicht annähernd erreicht. Das Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik geht davon aus, dass der Hafen erst in gut zehn Jahren voll ausgelastet ist. Grund zur Hoffnung gibt es aber durch geplante Neuansiedlungen. Die Betreiber des JWPs sind nach eigenen Angaben in Gesprächen unter anderem mit einem chinesischen Logistikunternehmen.  

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 1. September 2021, 16 Uhr