Bremen ist bundesweit Spitzenreiter bei Firmenpleiten

Ein Geschäft hat ein Geschlossen-Schild an die Tür gehangen.
Bild: Imago | Future Image
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  • Im Schnitt haben 80 von 10.000 Firmen Insolvenz beantragt
  • Bremer Wirtschaftsbehörde sieht keine dramatische Situation
  • Berlin und Hamburg folgen auf den Plätzen 2 und 3

Im Land Bremen gab es in den vergangenen sechs Monaten im Bundesvergleich die meisten Insolvenzen von Unternehmen. Das ergibt eine Berechnung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Vor allem in den Branchen Handel, Reise sowie Hotel und Gaststätten sind die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr nach oben gegangen.

Ein Stadtstaaten-Problem?

Im Schnitt haben im Land Bremen 80 von 10.000 Unternehmen Insolvenz angemeldet, der Bundesdurchschnitt liegt bei 54. Eine dramatische Situation und eine Insolvenzwelle erkennen aber weder die Bremer Wirtschaftsbehörde, noch die Handelskammer.

Dass Bremen zusammen mit Berlin und Hamburg dieses Ranking anführt, erklären sich sowohl das Wirtschaftsressort als auch die Handelskammer durch das Stadtstaaten-Problem. Denn hier gibt es mehr Unternehmensgründungen und auch mehr Insolvenzen, als in einem Flächenland, wie beispielsweise in Niedersachsen.

Zwar habe die Corona-Krise starke Auswirkungen auf die Wirtschaft – mit einer Insolvenzwelle rechnet die Handelskammer aber nicht mehr. Grund dafür seien die vielen staatlichen Hilfen, die Kurzarbeit und die Lockerungen im Insolvenzrecht.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten 23. Juni 2021, 18 Uhr