Kommt nun Bewegung in die Entwicklung der Bremer Innenstadt?

Audio vom 15. Oktober 2021
Luftaufnahme der Bremer Innenstadt mit Dom und Bürgerschaft (Archivbild)
Bild: DPA | Carmen Jaspersen
Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Politik und Handelskammer haben sich auf zentrale Aussagen zur weiteren Entwicklung der City geeinigt. Ein bereits bestehendes Innenstadtkonzept wurde nun konkretisiert.

"Strategie Centrum Bremen 2030+" heißt das Konzept, das eine zentrale Aussage für die Weiterentwicklung der Innenstadt liefern soll und nach buten-un-binnen-Informationen nun fertiggestellt ist. Zwei Jahre lang wurde es zusammengetragen und Bürger befragt. Mit im Boot: Das Stadtentwicklungsressort von Senatorin Maike Schaefer (Grüne), das Wirtschaftsressort von Kristina Vogt (Linke) und die Bremer Handelskammer.

Bessere Durchmischung – bessere Wege

Die City soll demnach stärker durchmischt werden – modernere Geschäfts- und Gastroideen, dazu attraktive Büroflächen und Standorte für Wissenschaft, Forschung und Lernen. Ziel sei es, die Innenstadt als Campus zu entwickeln. Ein Standort dafür könnte das ehemalige Sparkassen-Areal am Brill sein, sagte Stadtentwicklungssenatorin Schaefer.

Es freut mich sehr, dass mit dem vertieften Innenstadtkonzept nun eine Strategie für das Bremer Centrum, unser "Wohnzimmer", vorliegt.

Maike Schaefer (Grüne), Stadtentwicklungssenatorin

Außerdem sollen die Straßen und Wege im City-Bereich neu gestaltet werden. Das Ziel: Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer. Laut Wirtschaftssenatorin Vogt beinhaltet das Konzept Ansätze, wie Bremens City mit einer lebendigen Mitte ausgestaltet werden kann, bis zum Jahr 2030 und darüber hinaus.

Das Innenstadtkonzept benennt nun weitere zentrale Aufgaben wie die Ertüchtigung der Glocke, die weitere Profilierung des Domshofes und die Attraktivierung des Einzelhandels.

Kristina Vogt (Linke), Wirtschaftssenatorin

Die genaue Umsetzung des City-Konzeptes ist noch unklar. Der Senat will am kommenden Dienstag darüber beraten. Olaf Orb, der Innenstadtbeauftragte der Handelskammer, zeigt sich grundsätzlich zufrieden mit der Vertiefung des Innenstadtkonzepts. Es biete einen guten Orientierungsrahmen für die weitere Entwicklung der Bremer City. Ob mit der Einigung auch der Streit zwischen Handelskammer und Mobilitätssenatorin Schaefer um die Verkehrsversuche in der City beigelegt ist, bleibt offen.

Einige Ideen sind schon länger im Gespräch, andere sind eher neu. Einige Stichpunkte im Einzelnen:

Schwerpunkt am Brill:

  1. Parkhaus Am Brill beleben und weiterentwickeln
  2. Fußwege in die Bahnhofsvorstadt und nach Findorff verstärken
  3. Bürgermeister-Smidt-Straße umgestalten
  4. Kreuzung und Platz Am Brill umgestalten
  5. Campus am Brill als Wissenschaftsstandort entwickeln
  6. Fuß- und Radwegeachsen stärken
  7. Unterirdische Abstellplätze für Fahrräder schaffen

Rund um Rathaus und Roland

  1. Querverbindungen aufwerten
  2. Museumsstraße, Schüsselkorb und Violenstraße umgestalten
  3. Unterirdische Fahrradstellplätze schaffen
  4. Parkhaus Katharinenklosterhof weiterentwickeln
  5. Domshof "profilieren"
  6. Kontorhaus als "Impulsprojekt" weiterentwickeln
  7. Innenhöfe der Baumwollbörse zugänglich machen
  8. Glocke als "Impulsgeber"
  9. Domsheide umgestalten
  10. Fußgängerzone erweitern
  11. Parkhaus Am Dom weiterentwickeln
  12. Justizviertel "profilieren" und Innenhöfe zugänglich machen

Einigung auf Entwicklungskonzept für die Bremer Innenstadt

Video vom 15. Oktober 2021
Das alte Gebäude der Sparkasse Bremen am Brill.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Autor

  • Daniel Hoffmann Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 15. Oktober 2021, 19:30 Uhr