Innensenator Mäurer will Pyro-Zündler ins Gefängnis stecken

  • Abbrennen von Pyrotechnik im Stadion soll härter bestraft werden
  • Vorschlag ist Thema der Innenministerkonferenz
  • Bremen unterstützt Vorstoß
Werder-Fans zünden Pyrotechnik beim Spiel gegen Mainz
Bisher ist das Abbrennen von Pyrotechnik eine Ordnungswidrigkeit. Bild: Imago | Nordphoto

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) unterstützt Forderungen nach Haftstrafen für Fußball-Fans, die im Stadion Pyrotechnik abbrennen. Die Innenminister wollen über das Thema bei ihrem Treffen beraten, das heute in Magdeburg beginnt.

Bremen werde dem Vorschlag aus dem hessischen Innenministerium zustimmen – wie viele andere Länder auch – hieß es im Vorfeld der Konferenz aus dem Bremer Innenressort. Demnach könnte künftig mit bis zu einem Jahr Haft bestraft werden, wer in größeren Menschenmengen Pyrotechnik zündet. Das soll Fußballfans abschrecken, die bis zu 1.000 Grad heißen Fackeln mitzubringen und abzubrennen.

Gesetzesverschärfung soll auch für Demos gelten

"Wenn die Vereine nicht in der Lage sind, ihre Stadien frei von Pyrotechnik zu halten, dann werden Bengalos künftig nach dem Sprengstoffgesetz behandelt", wird Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) zitiert. Bislang gilt die Nutzung von Pyrotechnik als Ordnungswidrigkeit. Meist wird ein Bußgeld fällig. Die Gesetzesverschärfung soll wohl auch für Demonstrationen gelten.

Die Linke in der Bremischen Bürgerschaft hat Mäurer aufgefordert, den Vorschlag abzulehnen. Die Partei will in einem Modellprojekt stattdessen "kalte Pyrotechnik", die als nicht so gefährlich gilt, in Stadien ausprobieren lassen. Werder Bremen prüft derzeit, ob die neuen Fackeln eine Alternative zu den umstrittenen Bengalos wären.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 28. November 2018, 15 Uhr