Verträge über Sputnik-Impfstoff: Bremen gegen Alleingänge

  • Bremen wartet auf eine gemeinsame Bestellung über den Bund
  • Als kleines Land hätte Bremen weniger Chancen
  • Bayern und Mecklenburg-Vorpommern wollen selbst bestellen
Eine Hand hällt Ampullen mit dem russischen Impfstoff Sputnik V.
Bayern und Mecklenburg-Vorpommern schließen Vorverträge mit Russland über den Impfstoff. Bild: Imago | ITAR-TASS

Das Land Bremen setzt beim russischen Corona-Impfstoff Sputnik V auf eine gemeinsame Bestellung der Bundesländer. Zuletzt hatte nach Bayerns Ministerpräsident Söder (CSU) auch Mecklenburg-Vorpommern angekündigt, als Land einen Vorvertrag mit Russland über den Impfstoff Sputnik V abzuschließen.

Bremen bevorzuge eine gemeinsame Bestellung über den Bund, so Lukas Fuhrmann, Sprecher des Bremer Gesundheitsressorts. Sonst komme es zu einem Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Ländern. "Da hätte ein kleines Land wie Bremen nicht so große Chancen", sagt Lukas Fuhrmann. Denn größere Länder würden auch größere Mengen Impfstoff bestellen – und so auf dem Markt bevorzugt.

Video vom 8. April 2021
Lukas Fuhrmann im Interview
Bild: Radio Bremen

Spahn will mit Russland über Sputnik V verhandeln

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat bereits angekündigt, mit Russland über eine mögliche Belieferung mit dem Impfstoff zu sprechen – auch ohne die EU, die solche Gespräch weiter ablehnt. Noch ist Sputnik V zwar nicht von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. Mit den Herstellern bereits über mögliche Lieferungen zu sprechen, sei aber nicht ungewöhlich und auch bei den anderen Impfstoffen geschehen, so Lukas Fuhrmann.

Es ist klar: Wenn der Impfstoff dann geprüft und zugelassen ist, dann ist nichts gegen die Verwendung einzuwenden.

Lukas Fuhrmann, Sprecher des Bremer Gesunheitsressorts

Weitere Themen:

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 8. April 2021, 13 Uhr