Bovenschulte berät bei Impfgipfel mit Länderchefs und Bundeskanzlerin

Audio vom 27. Mai 2021
Eine Ärztin hat einen Jungen im Oberarm geimpft und tupft die Stelle des Einstichs ab.
Bild: Imago | Westend61
Bild: Imago | Westend61
  • Thema sollen unter anderem Impfungen für Kinder sein
  • Impfkommission will Impfungen nur für vorerkrankte junge Leute empfehlen
  • Niedersachsen und Bremen wollen sich trotz Kritik an Empfehlung halten

Am Nachmittag trifft sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder zu einem sogenannten Impfgipfel. Dabei soll es unter anderem um das Impfen von Kindern und Jugendlichen gehen. Angestrebt wird, dass alle jungen Menschen ab zwölf Jahren bis Ende August ein Impfangebot bekommen.

Voraussetzung ist, dass die Europäische Arzneimittelbehörde den Impfstoff von Biontech-Pfizer für 12- bis 15-Jährige zulässt. Das soll wohl morgen entschieden werden. Allerdings hat die Ständige Impfkommission in Deutschland (Stiko) bereits signalisiert, dass sie eine Impfung dann nicht für alle Jugendlichen empfehlen wird, sondern nur für junge Leute mit Vorerkrankungen.

Digitaler Impfpass wird diskutiert

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat mit Unverständnis auf die Signale der (Stiko) reagiert. Kinder können sich infizieren und das Virus weitergeben, sagte Weil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Deshalb müssten sie auch ein Impfangebot bekommen.

Sowohl Niedersachsen als auch Bremen haben jedoch bereits gesagt, dass sie sich an die Empfehlung der Stiko halten wollen. Neben der geplanten Impfaktion in Schulen soll es bei dem Gipfel um mögliche Auffrischungsimpfungen und den digitale Impfpass gehen.

Impfungen für Kinder: Wie denkt man in Bremen darüber?

Video vom 26. Mai 2021
Jugendliche mit Masken sitzen in einem Klassenraum.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 27. Mai 2021, 6 Uhr