So soll das Haven Höövt in Vegesack künftig aussehen

  • Bremer Büro Wirth Architekten gewinnt städtebaulichen Wettbewerb
  • Teil des Haven Höövt soll einem Wohnquartier weichen
  • Der Rest wird saniert und soll im Frühjahr 2019 wieder eröffnet werden
Darstellung der Gebäude im Wettbewerb Haven Höövt.
So planen die Bremer Architekten den Blick auf die Fassade des Haven Höövt. Bild: Archis Architekten + Ingenieure GmbH

Das Bremer Büro Wirth Architekten BDA hat sich beim städtebaulichen Wettbewerb um die Neugestaltung des Haven-Höövt in Bremen-Vegesack durchgesetzt. Ein Teil des Gebäudes soll kernsaniert werden und eine neue Fassade bekommen. Der Rest soll abgerissen werden, um einem neuen Wohnquartier Platz zu machen.

Die Jury entschied sich einstimmig für den Entwurf der Bremer. „Ich freue mich über die einstimmige, auch von den Vertretern der Ortspolitik mitgetragene Entscheidung der Jury", sagte Senatsbaudirektorin Iris Reuther. "Mit diesem Entwurf kann ein neues Quartier in Vegesack mit charaktervollem Bild und einer zukunftsfähigen Nutzungsmischung entstehen. Das ist ein Gewinn für Bremen Nord.“

Darstellungen der Gebäude im Wettbewerb Haven Höövt BNN
Am Vegeacker Hafen ist ein neues Wohnquartier geplant. Bild: Wirth Architekten

In mehr als 180 Terminen sei unter anderem mit dem Beirat, den Nachbarn und dem Vegesacker Marketing der Austausch gesucht worden, teilten die Haven Höövt Projektentwicklungsgesellschaft und das Bauressort mit.

Neben der Integration eines verbesserten Küstenschutzes bedeuten der Teilabriss des Haven Höövt und die angestrebte bauliche Neuordnung sowohl eine Anpassung des Einzelhandels zum Wohle der Vegesacker Innenstadt als auch einen entscheidenden Schritt im Sinne unserer wohnungsbaupolitischen Zielsetzungen. Das historische Zentrum Vegesacks hat diese Korrektur seit langem verdient.

Joachim Lohse, Bausenator

Ziel des Wettbewerbs war es, auf der Fläche der heutigen, hafenseitigen Einzelhandelsimmobilie ein lebendiges Quartier zu schaffen. Der Schwerpunkt sollte dabei auf Wohnungsbau liegen, darüber hinaus sollte Raum für Gastronomie, Dienstleistungsflächen für Praxen und ambulante Dienste sowie für eine potenziellen Polizeidienststelle geschaffen werden.

Ab März 2019 soll das kernsanierte Shopping-Center mit 11.500 Quadratmeter Verkaufsfläche wieder eröffnet werden. Für den Herbst ist der Abriss der Brücke zwischen den beiden heutigen Gebäudeteilen geplant, um den Blick auf das Schulschiff freizumachen, sagte Max Zeitz von der Haven Höövt Projektentwicklungsgesellschaft. "Der Abriss des vorderen Gebäudeteils ab Mai 2019, und die unmittelbar im Anschluss beginnende Neubebauung muss das erklärte Ziel für alle Verfahrensbeteiligten bleiben.“

Die genauen Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs sollen ab Freitag im Vegesacker Geschichtenhaus gezeigt werden. Sie sind die Basis für die notwendige Änderung des Bebauungsplans. Im weiteren Verlauf sollen "alle Träger öffentlicher Belange und die Öffentlichkeit" nochmals beteiligen werden, sagte Maximilian Donaubauer, Leiter des zuständigen Bauamtes.

Dieses Thema im Programm: buten un binne, 4, Juli 2018, 19:30 Uhr

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