Hapag-Lloyd reduziert Container-Umschlag in Bremerhaven

  • Hapag-Lloyd verlegt ab Herbst mehrere Linien von Bremerhaven nach Hamburg
  • Container-Umschlag könnte dadurch um etwa 10 Prozent zurückgehen
  • Als Grund nennt die Reederei unter anderem die bessere Bahnanbindung in Hamburg
Ein Schiff der Reederei Hapag-Lloyd
Hapag-Lloyd wird drei von vier Transatlantik-Linien künftig über Hamburg abwickeln. Bild: DPA | Christian Ohde

Der Container-Umschlag in Bremerhaven geht ab Herbst 2018 voraussichtlich um rund zehn Prozent zurück. Drei von vier Transatlantik-Linien des Reeders Hapag-Lloyd will der Anbieter nach Hamburg verlegen. Das Unternehmen will dadurch den Umschlag an einem unausgelasteten Hamburger Terminal erhöhen, das ihm zu einem Viertel selbst gehört. Das bestätigte ein Hapag-Lloyd-Sprecher auf buten-un-binnen-Nachfrage. Außerdem habe Hamburg ein stärkeres Hinterland, eine bessere Bahnanbindung und mehr Schiffsverbindungen zur Ostsee.

Dem widerspricht Martin Günthner (SPD), Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen. Seine Aussage nach kann die Hinterlandanbindung "keine Begründung für die Verlagerung der in Rede stehenden Dienste sein". Er gibt sich jedoch zuversichtlich was den Containerterminal in Bremerhaven angeht: "Er hat weiter eine positive Perspektive."

Besonders hart würde dieser Schritt das Bremerhavener Eurogate-Terminal treffen, wo jeder zweite Container mit den Nordamerika-Linien zusammenhängt. „Wir müssen zunächst die Entscheidung abwarten“, sagte ein Eurogate-Sprecher zu möglichen Konsequenzen auf das Bremerhavener Terminal-Geschäft.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 23. August 2018, 19:30 Uhr