Nach Aus für OTB: Hamburger SPD wünscht sich Offshore-Terminal

  • SPD-Bürgerschaftsfraktion bringt Offshore-Terminal an der Elbe ins Spiel
  • Möglicher Standort liegt in Steinwerder
  • Vorstoß löst gemischte Reaktionen in Bremen und Bremerhaven aus
Luftbild vom Weser-Bogen bei Bremerhaven, wo der Offshore-Terminal entstehen soll.
Hier am Weser-Bogen in Bremerhaven sollte der Offshore-Terminal eigentlich entstehen.

Nachdem die Pläne für einen Offshore-Terminal in Bremerhaven (OTB) von der künftigen rot-grün-roten Koalition erstmal auf Eis gelegt sind, hat plötzlich die Hamburger SPD die Idee, eine Verladekaje für Meereswindkraftanlagen im Hamburger Hafen zu bauen. Joachim Seeler, hafenpolitischer Sprecher der Hamburger SPD-Bürgerschaftsfraktion, hatte diesen Vorschlag ins Spiel gebracht. Als Standort nennt Seeler das Hafenentwicklungsgebiet Steinwerder-Süd. Er will dort Windkraftfirmen ansiedeln und die Anlagen von dort aus über die Elbe verschiffen.

In Bremen und Bremerhaven stößt dieser Vorstoß auf gemischte Reaktionen. Wenn dort Marktmöglichkeiten für eine Schwerlastkaje geprüft würden, so habe das nichts mit einer Absage Bremens an das OTB-Projekt in Bremerhaven zu tun, sagt die Hafenverwaltung Bremenports. Das zeige vielmehr, dass es Bedarf für Off-Shore-Kajen gibt. Der Bremer CDU-Politiker und Präsident der "Stiftung Offshore-Windenergie", Jens Eckhoff, ist skeptisch. Der Hamburger Hafen liege nicht gerade günstig. Eine Fertigung von Offshore-Anlagen direkt an der Küste mache mehr Sinn. Auch Eckhoff geht aber davon aus, dass die Branche künftig europaweit wieder stark wachsen wird.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 5 Juli 2019, 23:30 Uhr