Bremens Bürgermeister Bovenschulte gratuliert Hamburger Parteikollegen

  • Bremer SPD begrüßt Wahlsieg in Hamburg
  • Grüne hoffen auf Fortsetzung der Koalition
  • Bremer CDU sieht Thüringen-Wahl als Ursache für Verluste
Video vom 23. Februar 2020
Andreas Bovenschulte zu Gast im Studio von buten und binnen.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hat seinem Hamburger Amts- und Parteikollegen Peter Tschentscher sowie der Hamburger SPD zu ihrem Ergebnis bei der Bürgerschaftswahl gratuliert. Trotz Verlusten bleiben die Sozialdemokraten stärkste Kraft. Die bisherige Koalition aus SPD und Grünen könnte weiter regieren.

"Die SPD hat einen klaren Auftrag zum Regieren", betonte Bovenschulte. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan weil freute sich über das Ergebnis der Hamburger SPD: "Die Genossen in Hamburg haben alles richtig gemacht." Die Bremer Landeschefin der SPD, Sascha Aulepp, sieht ihre Partei auch bundesweit im Aufwind. "Davon hat die Hamburger SPD profitiert", sagte Aulepp.

Über das gute Abschneidet der Grünen, die ihr Ergebnis vermutlich mehr als verdoppelt haben, freuen sich die Bremer Landesvorsitzenden Alexandra Werwath und Florian Pfeffer. Sie hoffen nach eigenen Worten "auf eine Fortsetzung dieser beliebten Koalition".

Der Bremer CDU-Chef Carsten Meyer-Heder macht das Wahl-Debakel in Thüringen für das "bittere Ergebnis" seiner Partei in Hamburg verantwortlich. Die Wahl zeige aber auch, dass die SPD gewinne, wenn sie bürgerliche Politik mache. "Sie hat Themen besetzt, die eigentlich zur CDU passen", sagte Meyer-Heder.

Bürgerliches Auftreten der SPD als möglicher Erfolgsgrund

Ähnlich argumentiert Bremens FDP-Chef Hauke Hilz – sowohl mit Blick auf die Wahl in Thüringen als auch die Wahlkampf-Strategie der SPD. Hilz attestiert ihr ein "bürgerliches Auftreten". Wegen einer Auszählungspanne muss die FDP außerdem doch noch einmal um den Einzug ins Hamburger Landesparlament bangen. Die AfD ist dagegen mit 5,3 Prozent sicher vertreten, wenn auch mit deutlich weniger Stimmen als in vielen anderen Bundesländern.

Die Bremer AfD gibt die Schuld dafür den anderen Parteien. Mit Blick auf die mutmaßlich rassistisch motivierte Gewalttat im hessischen Hanau hätten die eine Medienhetze initiiert, die Wirkung gezeigt habe, sagte AfD- Landeschef Peter Beck. Er forderte nach dem schwachen Abschneiden der Liberalen den FDP-Bundesvorsitzenden Lindner zum Rücktritt auf.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 23. Februar2020, 19:30 Uhr